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Interpret: Oniric
Titel: Cabaret Syndrome
Label: Caustic
Erschienen: 16.10.2009

Bewertung:
Autor: 5 von 15 (Dividuum)
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  Cover

Cabaret Reloaded
Tracklist: 01. Once Upon A Time In The Cabaret
02. Blessing
03. Un Gris Bord
04. The Echos Of The Sky
05. Leather Fire
06. Space Farewell
07. Ophelia's Portrait
08. L'autre
09. Last Temtation Rescue
Das italienische Projekt Oniric wurde 2005 von Carlo De Filippo und GianVigo (Gianpiero Timbro) ins Leben gerufen. Anfang 2009 wurde das Duo dann von dem spanischen Label Caustic Records unter Vertrag genommen und präsentiert nun mit „Cabaret Syndrome“ sein Debut-Album.

Dark Folk oder Neo-Folk-Pop könnte man wohl das nennen, was die beiden Herren hier zusammengezimmert haben, und eigentlich hätte es ein interessantes Album werden können. Thematisch in den Zwanzigern angesiedelt und vom Kabarett-Theater inspiriert, fiel die Wahl der Stilmittel auf Akustikgitarre, zweistimmigen Gesang und Synthesizer, die benutzt werden um den Sound mit Piano, Violine, Schifferklavier, Glockenspiel und Rhythmuselementen anzureichern. Das klingt soweit erstmal recht viel versprechend, das Endprodukt fällt dann doch leider eher schwülstig und irgendwie halbherzig aus. Über das Verwursten von Klischees geht dieses Album leider nicht hinaus.
Das verspielte Intro „Once upon a time in the Cabaret“ löst zunächst noch vordergründig das ein, was der Titel verspricht und kreiert mit Akkordeon, Glockenspiel und plattenspielertypischem Knacken eine nostalgische Retro-Stimmung. Damit ist es jedoch beim zweiten Stück „Blessing“, in welches das Intro überleitet, schon wieder vorbei. Hier zeigt sich auch sofort der größte Schwachpunkt des Albums: Der Gesang von GianVigo wirkt oft zu gewollt und plakativ in dem Versuch, eine düster-makabere Stimmung zu erzeugen - was leider dermaßen misslingt, dass der Gesang teilweise sogar unfreiwillig komisch wirkt. Als spontane Assoziation fällt einem da schon mal Graf Zahl aus der Sesamstrasse ein. In den ruhigeren Momenten ist die Stimme dann wiederum zu dünn. Daran ändert auch der zusätzliche Stimmeinsatz von Simona Giusti, die im Hintergrund feenhafte Vocals dahinhaucht, nichts.
Die Stücke wirken alle ein wenig wie zuviel gewollt und dann doch nicht gekonnt, jedes Mal wenn man anfängt, sich für einen Song zu begeistern, geht der gute Ansatz in überladenen und willkürlich zusammen gestückelten Effekten unter. Auch ein Stück wie „Leather Fire“, das auf den Italo Western anspielt, hätte durchaus Potential, verschenkt dieses jedoch gnadenlos, baut Spannung auf, läßt diese jedoch im Beliebigen versickern. Bei „L‘autre“ wird das weltberühmte „Hijo de la Luna“ anzitiert um dann im weiteren Verlauf in eine süßliche Ballade abzudriften. Gen Ende dümpelt das Album nur noch vor sich hin, was bei einer Spielzeit von knapp 33 Minuten nicht wirklich verzeihlich ist. Auf ganzer Länge wirkt die Platte unausgegoren. Die Synthies klingen größtenteils einfach nur billig und werten den Gesamtsound eher ab als ihn zu bereichern.

Man könnte sagen: Gut, „Cabaret Syndrome“ ist immerhin ein Erstlingswerk und dementsprechend nicht unbedingt perfekt. Und vielleicht ist es auch ein typischer Debut-Fehler, mehr zu wollen, als man letztendlich stimmig umsetzen kann. Doch auch nach Abzug des Debut-Bonus ist „Cabaret Syndrome“ leider immer noch eine äußerst schwache Platte. Denn was diesem Album vor allem fehlt sind echte Emotionen. Oniric verlieren sich in Posen und gekünstelter Theatralik. Wenn der Vorhang fällt, bleibt man zurück mit einem irgendwie schalen Geschmack.
Ähnliche Band: Spiritual Front
Weitere vergleichbare Bands: Argine, Rome, Calle della Morte, Ordo Rosarius Equlibrio und Novalis deux
 
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