cd-reviews (empfehlung)
Interpret: Opeth
Titel: Ghost Reveries
Label: Roadrunner Records
Erschienen: 29.09.2005

Bewertung:
Autor: 14 von 15 (dose)
Leser: 11 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Der sphärische Sound von Ausnahmemusikern
Tracklist: 01. Ghost Of Perdition
02. The Baying Of The Hounds
03. Beneath The Mire
04. Atonement
05. Reverie/Harlequin Forest
06. Hours Of Wealth
07. The Grand Conjuration
08. Isolation Years
Opeth gehen seit 15 Jahren ihren eigenen Weg. Die Band hat es wie kaum eine andere geschafft, sich im Kontext des Death-Metals eine eigene Klangwelt zu erschaffen, der nur sie selbst gerecht wird. Dabei bleibt die Band ihrem Stil immer ebenso treu, wie sie ihn immer wieder neu erfindet. Klingt paradox? Ja - so wie die Musik der Band. Opeth wissen nicht nur mit jedem Album zu überraschen, sondern auch mit jedem Song und jedem Break in jedem Song. "Ghost Reveries" ist dabei wohl das homogenste und geschlossenste Album der Band, denn erstmalig hat die Band gemeinsam geprobt und Songs gemeinsam entwickelt.

"Ghost Reveries" ist ein über eine Stunde dauernder Soundtrack zu einem düsteren Film mit einem Hoffnungsschimmer hinten am Horizont. Düstere Death-Metal Parts mit growlendem Sänger wechseln sich ab mit Versatzstücken progrssiven Rocks und selbst Pink Floyd meint man in manchen Songs zu erkennen. Beste Gothic-Versatzstücke werden ebenso geschickt integriert, wie spacige Keyboard-Samples und akustische Gitarrensolos. Wenige Bands schaffen das, was den Schweden Opeth ein weiteres mal gelungen ist: Ein Atmosphärisch dichtes Album, das den schmalen Grat zwischen Death und Düstermetal und lichten schon fast popig anmutenden Passagen geht, ohne dabei abzustürzen. "Ghost Reveries" hat Stil, einen ganz eigenen Stil, packend, hart und trotzdem melancholisch-balladesk.

Es wird kaum Bands geben, die der Klasse Opeths in Sachen Songwriting, Stimmungsaufbau, Detailarbeit und technischer Finesse die Stirn bieten kann. Zwischen rythmus-geladenen Teilen und sphärischen Passagen wechseln die einzelnen Songs hin und her und so ist jeder einzelne Song ein erlebnis für sich. Gerade das Feuerwerk an Ideen zwischen großen Gefühlen, heftigen Riffs, sphärischen Gitarrenm rockigem Orgelspiel, treibendem Bass, verzauberndere akustischer Gitarre und treibenden Beats lässt "Ghost Reveries" zu dem bis jetzt wohl besten Album der Band werden. Hier entsteht ein Wechselspiel zwischen Himmel und Hölle in deinem Kopf, zwischen Licht und Schatten mit einer cineastischen Sorgfalt und unerwarteten aber doch passenden akustischen Breaks. Interessant ist dabei, dass es der Band um Mastermind Mickael Akerfeldt gelungen ist, Songs zu schreiben, die über 10 Minuten lang sind und bei denen man trotzdem nie gelangweilt ist, sondern immer überrascht wird. Man behält bei den Oper-artigen Songs das Gefühl, dass man keine Sekunfe streichen könnte - nichts ist in die länge gezogen, alles auf diesem Album hat seinen Sinn. Die Einflüsse von Morbid Angel, Pink Floyd, King Crimson, Leonard Vohen und Nick Drake haben alle ihre Berechtigung auf dem Album und werden so zelebriert, dass man sie genau erkennen kann - es entsteht kein schräger Brei, sondern ein fein säuberlich gezeichnetes Bild voller wechselnder Emotionen.
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meinungen zu der veröffentlichung
05.09.2005 | 18:41 Uhr | HPKH: 15 Punkte Eine Göttergabe der zur Zeit besten Band der Welt! Hört euch nur mal Ghost Of Perdition an!

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