cd-reviews
Interpret: Satanic Surfers
Titel: Taste The Poison
Label: Bad Taste Records
Erschienen: 12.09.2005

Bewertung:
Autor: 12 von 15 (Fubuki)
Leser: 12 Punkte (Durchschnitt)



» offizielle Website
  Cover

Straight und konstant wie eh und je
Tracklist: 01. Callousness
02. Who Prospers?
03. Weight On My Shoulders
04. False Ambitions
05. Stranglehold
06. Blood On The Sidewalk
07. Lead Us To The Gallows
08. U+I R 1
09. Restless Anger
10. Down In Fire
11. One By One
12. Malice & Spite
13. Rise
Keine frage! Was man von einem neuen Satanic Surfers Album erwartet ist klar und eigentlich nicht viel: die gleiche konstante Leistung, die sie seit ihrer Debüt CD "Skate to Hell" aus dem Jahre 1993 an den Tag legen. Die Tracks heißen zwar längst längst nicht mehr "Kill My Girlfriend’s Dad" und die Jungs wollen sich eine gewisse politische Attitüde nicht mehr absprechen lassen, aber nach wie vor wird melodischer Punk Rock auf herrliche art und weise schnell vorgetragen wie in den 90ern, wenn auch weniger rotzig. Dies ist nicht zuletzt auf Rodrigo Alfaros Gesang zurückzuführen, der wie immer die nötige Energie rüberbringt.

Gleich zu Beginn geht es in die Vollen mit dem ersten Track "Callousness" (der übrigens auf der offiziellen Homepage zum Download bereit steht): melodiös, schnell und mitreißend. Und der gute Eindruck des ersten Tracks setzt sich über "Who Prospers'?" und "Weight On My Shoulders" bis zum letzten Track "Rise" fort: schnelle Parts die für Antrieb und gute Laune sorgen, gepaart mit melodiösen Einlagen, wobei die Mischung variiert und somit trotz der zunächst auffälligen Gleichartigkeit die verschiedenen Lieder beim genaueren hinhören mal langsamer, mal schneller ausfallen. Insgesamt ist eine eher melodiösere Tendenz festzustellen, die seit der 2000 erschienen "Fragments and Fractions" einsetzte, sich über die 2002 erschienene "Unconsciously Confined" forsetzte und nun auch durch "Taste the Poison" weitergeführt wird.

Leider wird wie immer nicht ganz auf das signifikante Gitarrenspiel verzichtet, was ohrenschmerzend hohe töne zur Folge hat, weswegen "Stranglehold" einen alteingesessenen Hörer wieder daran erinnert was schon immer bei manchen Satanic Surfers Tracks der störende Moment war – es hat sich (fast) nichts geändert. Dass mit diesen wenigen Sätzen schon das gesamte Album charakterisiert ist, spricht nicht gegen die schwedischen Punkrocker. Im Gegenteil: Wem die satanischen Surfer bisher immer gefielen findet auch Gefallen an "Taste the Poison", gerade weil man keine tiefgehende und großartig abwechslungsreiche Musik erwartet. Diese Musik macht Spass, ist energievoll und schafft schlagartig gute Laune – geniale Sommermusik.

Nichts desto trotz ist aus technischer Sicht eine musikalische Weiterentwicklung bemerkbar: die Tracks wirken strukturierter, die verschiedenen Parts sind nicht mehr ganz so abgehackt und hektisch wie zum Beispiel auf der "Going Nowhere Fast" (1999) oder der "Songs from the Crypt" (ebenfalls 1999). Auch Rodrigos Gesang wirkt ausgereifter, was evtl auch an einer besseren Produktion liegen mag. Dies kann man besonders bei "Malice & Spice" heraushören, deswegen ist das auch mein Anspieltipp. Selbst der letzten CD "Unconsciously Confined" gegenüber ist ein gewisser Fortschritt einzuräumen. Insgesamt wirkt die Platte abgerundeter, ist dementsprechend sogar ein wenig hörbarer und unterhaltsamer. Definitiv eine CD die keine Meilensteine setzt aber durch eine überzeugende Konstanz wahrscheinlich immer hörbar bleiben wird – genauso wie ihre Vorgänger.
Ähnliche Band: Venerea
Weitere vergleichbare Bands: Ten Foot Pole, Pulley
 
meinungen zu der veröffentlichung
19.08.2005 | 14:57 Uhr | dose: 11 Punkte früher konnt eich mit den satanic surfers nicht so viel anfangen, obwohl das meine melodycore zeit war... jetzt isses nicht mehr meine zeit, aber ich finds ganz cool... ist halt nicht spektakulär und anders, aber einfach gut.

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