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Interpret: A Life Once Lost
Titel: Hunter
Label: Ferret Records
Erschienen: 15.08.2005

Bewertung:
Autor: 13 von 15 (dose)
Leser: 12 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Die Jagd kann beginnen
Tracklist: 01. Rehashed
02. Needleman
03. Vulture
04. Pain & Panic
05. Hunter
06. Grotesque
07. Salai
08. A Rush And Siege
09. I Give In
10. Ghosting
11. With Pitiless Blows
Irgendwas scheint im Boden, in der Luft oder im Wasser des Bordostens der USA zu sein, zumindest ist die Gegend der Nährboden von den wohl kreativsten, aber auch unheimlich fiesen und eigenwilligen Bands des Metal-beeinflussten Hardcores. Aus dem Nordosten der USA kommen die Mathcore-Helden The Dillinger Escape Plan, die Psychopathem Deadguy und auch die gemäßigteren Isis oder die Hysteriker Converge. In diese illustre Gruppe reihen sich nun auch A Life Once Lost ein, die Mitte August ihr Debütalbum bei Ferret Records veröffentlichen und sie passen gut ins Bild.

Bei all den genannten Bands vorab sollte direkt angemerkt werden - A Life Once Lost sind bestimmt ebenso kreativ, aber eben auch eben so große INdividualisten. Also macht die Mand Mathcore der feinsten Schule, sind dabei aber metallischer, als zum Beispiel The Dillinger Escape Plan oder Converge. Damit erinnert das Riff-Gewitter ebenso wie das ins Fleisch beißende Shouting eher an die aus dem Metal kommenden Meshuggah. Bei all dem Stakkato darf natürlich der nötige Groove nicht fehlen. Das ist es bei all den komplexen Strukturen der Songs geblieben: Ein wuchtiges Groovemonster, das unerschrocken und vernichtend keine Zeit lässt sich zu fragen, ob das überhaupt möglich ist, was da zelebriert wird. Natürlich ist "Hunter" mit all seinem individuellen Carme und den brutalen Riffs und Breaks so voller verworrener Takt-Wechsel, dass es kaum geeignet für die Disco ist. Viel interessanter ist es bei solchen Bands zu sehen, wie sie das komplexe Songwriting live umzusetzen vermögen.

Bleibt noch die Frage, was denn das alles am Ende mit "Hunter" ist? Der Sänger der Band erlärt das so: "Die ganze Idee hinter dem Titel ist, rauszugehen und zu nehmen, was man haben will. Es geht um die Abkehr vom konfromen Lebensstil aus Schule, Beruf und Familie. Es geht darum, sich nicht mit jemandem zufrieden zu geben, der dir sagt, dass du nicht gut genug bist. 'Hunter' ist ein großes 'Fuck You' und die Aufforderung zu tun, was du willst. Nimm dir, was du brauchst. [...] Ich will, dass man mich als einen Menschen in Erinnerung behält, der sich Trends und Schubladen widersetzte. Wir sind eine Band, die sich noch nie gefügt oder Regeln befolgt hat." Klar - ind er Freiheit gelten für die Jagd eigene (bis keine) Regeln, das gleiche gilt dann auch für "Hunter", ein Stakkato-Riff Meisterwerk, das plötzlich in deinem Leben steht und ebenso plötzlich wieder verklungen ist.
Ähnliche Band: Meshuggah
Weitere vergleichbare Bands: By Night, The Dillinger Escape Plan
 
meinungen zu der veröffentlichung
08.08.2005 | 16:03 Uhr | att: 13 Punkte also sagen wir mal:
FIES ist ein begriff, der in diesem zusammenhang nicht wirklich passt.

denn solche musik, so komplex sie ist, erschliesst sich halt erst in ihrer ganzen buntheit und vielfaeltigkeit, wenn man selbst sich da hineinbegibt und auch zugegebenermassen ein bisschen ahnung - als musiker oder musikliebhaber - sich angeeignet hat.

das spielerische und auch die energie die solche musik zu geben vermag, offenbart sich dann in seiner grossen vielfalt und das kommt dann auch mit dem engeagement und der kompromisslosikeit den a life once lost hier an den tag legen im herzen und im bauch und nicht nur im kopf an

tun und lassen was man will kann man eh am besten, wenn man unermuedlich nach neuen ufern strebt und bereit ist wissen und moeglichkeiten anzusammeln, die einem horizonte der ausdrukksmoeglichkeiten oeffnen und nur mit der aneignung dieser ausdrukksmoeglichkeiten, kann man immer differenzierter umsetzen und nach aussen geben, was einen bewegt.

zum thema: wie machen die das? sage ich:
musik ist wie sprache.
je mehr worte du beherrschst, je rhetorisch gewandter du bist desto besser kannst du dich artikulieren und desto breiter ist das territorium in dem du sich bewegen kannst.

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