cd-reviews (empfehlung)
Interpret: Gallows
Titel: Grey Britain
Label: Warner Music
Erschienen: 01.05.2009

Bewertung:
Autor: 14 von 15 (dose)
Leser: 14 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Wütende Ladung aus UK
Tracklist: 01. The Riverbank
02. London Is The Reason
03. Leeches
04. Black Eyes
05. I Dread The Night
06. Death Voices
07. The Vulture (Acts I & II)
08. The Riverbed
09. The Great Forgiver
10. Graves
11. Queensberry Rules
12. Misery
13. Crucifucks
Generation „No-Future“? Will man Gallows Sänger Frank Carter Glauben schenken, dann dürfte es seine Band eigentlich gar nicht mehr geben. Er zumindest hat seiner Band keine Zukunft prognostiziert, was nicht nur in Anbetracht des Major-Signings und vor allem in Anbetracht des aktuellen Albums „Grey Britain“ ziemlich tiefgestapelt daher kommt. Und auch wenn die britische Presse die Angewohnheit hat, neue Bands vom Fleck weg in den Himmel zu loben und auch wenn man da durchaus vorsichtig sein sollte, bei Gallows war es richtig. Schon mit dem Debüt „Orchestra Of Wolves“ wurde ordentlich Staub aufgewirbelt aber spätestens mit „Grey Britain“ beweisen Gallows, dass sie das halten, was Kerrang! Und NME damals versprochen haben.

Daas Debüt wurde seinerzeit noch als wichtigste UK-Hardcore-Scheibe und die Band gar als die neuen Black Flag betitelt. Ganz so weit sollte man vielleicht nicht gehen, aber eine große Nummer sind Gallows dennoch, die trotz rohem rostigem Sound und alles andere als massenkompatibler Melodie- und Effekthascherei ein mehr als nur solides Album aufgenommen haben. Produzent GGGarth Richardson verpasste Gallows hier einen kratzigen knarzenden Sound, der alles andere als eingängig ist und der trotzdem enorm nach vorne drückt. Angepisst sind die Britain, die nach eigener Lebenserfahrung das Great in Gray getauscht haben. Gray ist ihr Britannien, voller Missstände und Sänger Frank Carter macht nicht den Fehler, in den Texten den moralischen Zeigefinger und zu gewollt politisch daher zu kommen. Wütend, hasserfüllt sind Gallows und das brüllt er und musizieren seine Bandkollegen eindrucksvoll. Wütend, zerrissen und aggressiv wie Raised Fist, kumpelhaft wie Street Punks mit einer Stimme, die in ruhigeren Momenten durchaus Parallelen zu Hot Water Music zulassen geben einen direkten, unverblümten und eindrucksvollen Cocktail, der es in sich hat.

Hier wird sich nicht angebiedert, die Kanone wird auf alle und alles gerichtet, was verantwortlich für all den Mist ist, der in der Welt – vor allem in der eigenen, der großen Insel – passiert, es werden keine Gefangene gemacht. Und selbst die dezenten Piano-Läufe oder andere Untermalungen nehmen dem Album nicht seine direkte Art und seine Kompromisslosigkeit. Erstaunt ist man am Ende vor allem darüber, dass ein solcher Hass-Ausbruch tatsächlich auf einem Major Label erscheinen kann. Die Gallows sind die wütenderen, wüsteren und härteren Rise Against und das ist verdammt gut so. Und auch wenn hier ein Hype gestartet wurde oder wird: was solls, die Band hat es verdient.
Ähnliche Band: Hot Snakes
Weitere vergleichbare Bands: Rise Against, Kid Dynamite
 
meinungen zu der veröffentlichung
31.07.2009 | 19:10 Uhr | Bigdude: 12 Punkte mit hot sakes hat das echt nix zu tun!!!
trotzdem gute platte... fand den vorgänger aber besser!

02.06.2009 | 23:01 Uhr | jetsetradio: 15 Punkte Hot Snakes, naja. Hätte bei den Vergleichsbands eher The Bronx, Cancer Bats und... Black Flag genannt. Ja, finde zmdst. dass Carter so nahe wie keiner an Henry Rollins rankommt.

Ansonsten stimme ich bei der Lobeshymne mitein. Album des Jahres! Bis jetzt...

02.06.2009 | 16:46 Uhr | etid777: keine Wertung wenn die echt wie hot snakes klingen, muss ich ja dochmal reinhörn

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