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Interpret: Samy Deluxe
Titel: Dis Wo Ich Herkomm
Label: EMI Music
Erschienen: 27.03.2009

Bewertung:
Autor: 8 von 15 (ed_moses)
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  Cover

Reminiszenz groß geschrieben.
Tracklist: 01. Intro
02. Dis wo ich herkomm
03. Bis die Sonne rauskommt
04. Wer ich bin
05. Wir sind keine Kinder mehr
06. Vatertag
07. Oma Song
08. Superheld
09. Erster
10. Übers Geld (Skit)
11. Musik um durch den Tag zu kommen
12. Stumm (Xenja)
13. Sowieso schwer
14. Blick nach vorn
15. Deshalb
16. Sprech wie ich sprech
Wo ist das Reimmonster hin? Samy wirkt auf seinem neuen Album „Dis Wo ich Herkomm“ wesentlich entspannter. Wird doch nicht mehr so viel über Deutschland als Alptraum gewettert. Er ist wohl zu der Einsicht gekommen, dass seine Heimat doch nicht ganz so schlimm ist, wie er es früher beschrieb. Da ist der erste Track nach dem Intro nun doch ein recht typischer Song für den Herrn aus Hamburg. Aber hört man weiter, fragt man sich, was in den letzten Jahren passiert ist. Der letzte Rapper mit einer Message? Nun die Zeiten sind wohl auch vorbei. Mit „Bis Die Sonne Rauskommt“ versucht er sich mit einem Reggaetrack der leider weder musikalisch noch lyrisch überzeugen kann. Und so gliedert sich ein Song an den anderen, ohne wirklich großartig herauszustechen. „Wir Sind Doch Keine Kinder Mehr“ ist ein typischer RnB Song, mit Herrn Naidoo im Chorous und behandelt den schweren Weg des Erwachsenwerdens und das ja früher alles besser war.

Die Frage stellt sich hier doch recht deutlich, ob sich Sam immer noch in der Vergangenheit bewegt. Klar kann man sagen, es ist sehr löblich, dass sich Musiker nicht immer in die heute so gegenwärtigen Formen und genretypischen Songstrukturen pressen lassen, trotzdem hinterlässt das Album recht gemischte Gefühle. Denn mit „Vatertag“ oder auch „Erster“ findet man dann wieder deutlich ernstere Lieder. Doch alles in allem bleibt das Album eher in der Vergangenheit stehen, auch wenn es durchaus flüssig und auch teilweise abwechslungsreich ist. So findet man mit „Stumm“ ein Dancehalltrack, der oben genannte „Bis Die Sonne Scheint“ ein Reggaelied und „Sprech wie ich Sprech“ einen Song, der auch in einem Jazzclub zu gefallen wüsste. Doch hat Samy Deluxe schon besseres von sich gegeben. Flow hin und her. Vielleicht entstand dieser Wandel wirklich daraus, dass er nun „erwachsen“ wird. Auch wenn es sicher ein nicht typisches Album ist, gerade durch die unterschiedlichen Einflüsse. Der Eine will vielleicht sagen, er ist gereift und der neue Samy Deluxe ist halt vielseitiger, der Andere wird enttäuscht feststellen, dass sich Sam Samilia nicht mehr anhört wie auf den Vorgägeralben. Ich persönlich gehöre da wohl eher zu den Letzteren.
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