cd-reviews
Interpret: Taproot
Titel: Gift
Label: Atlantic
Erschienen: 27.06.2000

Bewertung:
Autor: 14 von 15 (Glassjaw_57)
Leser: 13 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Ein echtes Geschenk...
Tracklist: 01. Smile
02. Again & again
03. Emotional times
04. Now
05. 1 nite stand
06. Believed
07. Mentobe
08. I
09. Mirror´s reflection
10. Dragged down
11. Comeback
12. Impact
...für alle, die es auch mal ein bisschen verspielter mögen, ist dieses Album von Taproot. Noch eine eher unbekannte Band, die eher auf Nebenbühnen bei Festivals und als Vorgruppe touren, aber auf jeden Fall ein musikalisches Highlight.

Die Musik von Taproot beinhaltet ein breites Spektrum an Einflüssen. Hier wird viel mit Ausdruck in der Stimme gearbeitet, viele getragene Gesangsparts, die urplötzlich in gekonntes Geschrei übergehen. Die Gitarre ist fies runtergestimmt und drückt gewaltig in die Magengrube, der Bass unterstützt das ganze und spielt auch nicht selten sehr geniale Läufe, die mich persönlich stark beeinflusst haben. Dazu ein krass verspieltes Schlagzeug mit schönen Taktwechseln und ab und zu ein wenig Elektronik die das ganze sanft unterlegt - sehr gelungen das ganze. Gift besticht durch abwechslungsreiche Songs die mitreissen, zum nachdenken bewegen oder einfach nur schön sind. Wer sich das Album zum ersten Mal anhört hat eventuell Probleme sich in den gewöhnungsbedürftigen Gesangsstil des Sängers reinzuhören, aber das gibt sich nach vierten bis fünften Mal.
Ähnliche Band: Incubus
Weitere vergleichbare Bands: Deftones
 
meinungen zu der veröffentlichung
27.10.2006 | 15:58 Uhr | Tuck: 14 Punkte Ich hab noch ein altes Review von mir gefunden, das kopier ich hier mal rein - ist mir zu schade zum Entsorgen:

Die erste Frage die ich mir nach dem Opener der CD stellte war: "Sind das Schweden?". Nein, Taproot kommen aus Amerika, aber der Sound dieser CD steht den Klangqualitäten schwedischer Deathmetal-Bands in seiner
Klarheit und knalligen Produktion in nichts nach.

Trotzdem orientieren sich Taproot an keiner der oben genannten Acts, befinden sich doch Riff-Parallelen zu älteren Korn und Gesangslinien der Marke Incubus auf diesem, wie ich finde, sensationellen Silberling.
Das Songwriting der Amis glänzt durch fette Riffs, ausgefeilte Breaks und vereinzelt durch einen programmierten Beat. Der Gesang wechselt zwischen brachialem Geschrei, ruhigen Rap-Parts und
hauptsächlich melodiösen Linien, die aber der Härte dieses Albums keineswegs schaden, sondern dadurch einen wahrlich genialen Kontrast schaffen. Das Markenzeichen dieser Band ist wohl, das fast bei jedem der durchweg genialen Songs ein 6/8tel-Takt benutzt wird, wobei auch wieder ein Kontrast entsteht, da der von Grund auf "weiche" Takt einfach mit harten Riffs bestückt wird und somit ein breiteres Spektrum an Abwechslungsreichtum und Aha-Effekten geboten wird. Dies ist auch der Grund warum Taproot mit etablierten Bands dieses Genres wie eben Korn oder Limp Bizkit absolut nicht vergleichbar sind - was
natürlich nicht bedeuten soll das sie schlechter sind. Taproot sind einfach anders.

Fazit: diese Scheibe ist nach Deftones' "White Pony"
definitiv das Highlight im Jahr 2000, und ich bin mir sicher das Taproot nach diesem Album den Erfolg verbuchen können der ihnen gebührt.

14 Punkte

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