cd-reviews (empfehlung)
Interpret: Napalm Death
Titel: Time Waits For No Salve
Label: Century Media
Erschienen: 23.01.2009

Bewertung:
Autor: 14 von 15 (CUBTB)
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  Cover

Zeitarbeit
Tracklist: 01. Strongarm
02. Diktat
03. Work to Rule
04. On the Brink of Extinction
05. Time Waits for No Slave
06. Life and Limb
07. Downbeat Clique
08. Fallacy Dominion
09. Passive Tense
10. Larceny of the Heart
11. Procrastination on the Empty Vessel
12. Feeling Redundant
13. A No-Sided Argument
14. De-Evolution Ad Nauseum
Oh mein Gott was soll man zu Napalm Death noch sagen. Wer mit diesem Namen nichts anfangen kann oder nichts verbindet wird hier am falschen Platz sein. Seit 1981! Unterwegs mit ständig neuen Bandmitgliedern, der längste ist nun seit 1987 dabei. Einen dicken Applaus für Shane Embury am Bass. Das jüngste Mitglied sitzt hinter dem Schlagzeug Mister Danny Herrera. So nachdem das geklärt ist sollte man noch erwähnen das Napalm Death als Urbegründer des Grindcore gelten, da sie damals den Begriff auch selber prägten. Schnellen Punk mit ordentlich Metalstrukturen zu verbinden war damals noch was ganz neues. Neben diesem Ruhm zählen sie mittlerweile 13 Veröffentlichungen zu ihrem Repertoire. Mit „Time Waits For No Slave“ folgt ein weiteres Konzeptalbum was aber nur zufällig entstand und nicht wie bei "Smear Campaign" geplant war.

Diesmal dreht sich alles um die Arbeit und das Gefühl nur dafür zu Leben. Jedenfalls scheinen viele Menschen von der Arbeitsmaschine so beansprucht zu sein, dass sie kaum noch Zeit für was anderes haben. Die Zeit die ihnen hier verloren geht bekommen sie nie zurück und irgendwann wird sie das gleiche Schicksal wie jeden Menschen ereilen, sie Sterben in dem Bewusstsein nie wirklich gelebt zu haben sondern immer nur fleißig arbeiten gegangen zu sein. Sofort denkt man an Fritz Langs Version von einem Metropolis wo das Individuum nur anhand seiner Produktivität gemessen wird. Napalm Death haben sich schon immer als politische Band verstanden obwohl sie selber diesen Titel nicht sonderlich mögen. Immerhin schalten viele Menschen bei Politik sofort ab denn selten verbreitet ein Wort so viel Langeweile. Ganz im Gegensatz steht hierzu das neue Album der Engländer, mit hastigen Riffs und unbeschreiblichen Drums werden die Songs runtergezwirbelt als gäbe es kein Morgen mehr. Dennoch sind Napalm Death auf diesem Album nicht auf Speed aus, sonder präsentieren sich verspielter denn je. Mit sehr ansprechenden Melodien die einen sofortigen Widererkennungswert besitzen und das zuhörende schon fast ein wenig Popig erscheinen lassen. Dazu tragen auch die Passagen bei, die fast Chorartig aufgebaut sind und die Aggressivität aus Barneys Stimme nehmen. So wird man als Zuhörer ständig zwischen den extremen hin- und hergeschleudert. Mal betont langsam wie am Anfang von Passive Tense bis hin zu Speedknallern wie Diktat. Daneben finden sich dann Mitgröhlhymnen wie Life and Limb, ein Song der einfach Spass macht und alles vereint was dieses Album auszeichnet. Speed, Gegrowle, Melodien, Hymnen, Gekeife und kleine Moshparts. In A No-Sided Argument findet sich dann neben einen lang gezogenen Mosh auch das einzige wirklich ernstzunehmende Metalsoli, sonst präsentieren sich die Gitarren im schnellen Punkgewand mit eindeutigem Grindeinschlag. Die Achterbahnfahrt endet dann mit De-evolution Ad Nauseum der noch mal ordentlich auf die Kacke haut und die Gehörgänge ordentlich durchwirbelt um sich dann mit einem tosenden Finale zu verabschieden.

Brachial aber dennoch verspielt so kann man dieses Album an besten beschreiben. Schnell und ohne Atempause wird man durch die 14 Songs gejagt und fühlt sich danach wie ein Arbeiter nach einem 8 Stundentag. Die Birne brummt die Knochen tun weh und trotzdem wird man sich Morgen dem ganzen erneut aussetzten, müssen! Zugreifen!
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