cd-reviews
Interpret: Far From Horizon/Cult Of Gaia
Titel: Split 2008
Label: Do It Yourself
Erschienen: 01.08.08

Bewertung:
Autor: 8 von 15 (sop_yannick)
Leser: noch keine Wertung



» offizielle Website
  Cover

Mörtel nochmal!
Tracklist: Far From Horizon:
01. Abandon Something
02. Ophelia
03. How To Find The Gasleak With A Lighter
04. 5 Guys One Cake
05. Let's Talk About Feelings, Shall We?
06. Outro

Cult Of Gaia:
07. Es Werde
08. Loblied Auf Pandora
09. Ares
10. Leviathan
Far From Horizon sind 5 Typen aus NRW, genauer Gütersloh und Bielefeld. Da Bielefeld bekanntlich eine von Aliens kreierte Illusion ist und Gütersloh nicht gerade Idylle bedeutet, verwundert es auch nicht, dass man sich dazu entschloss, brutalen Death Metal zu spielen. Um diesem Ausdruck zu verleihen, tat man sich just dieses Jahr mit Cult Of Gaia, einem Aschaffenburger 5er von musikalischer Ähnlichkeit, zusammen und brachte eine Split zustande.

Die musikalische Ähnlichkeit ist zwar vorhanden, beschränkt sich aber auf den gemeinsamen Nenner Metal, wobei Far From Horizon eigentlich gänzlich auf Core verzichten. Vielmehr wird hier Song um Song brachial geprügelt und das von einer hohen technischen Finesse. Ob nun rasante Läufe den Gitarrenhals rauf und runter, begleitet von Blastbeats, infernales Geschrammel in Kooperation mit fetten Doublebass- Teppichen oder ein tief gestimmtes Stakkato- Massaker, alles was zu einer sogenannten "Deathcore"- Scheibe gehört, ist vorhanden und davon nicht zu knapp. Paradebeispiel ist hier "How To Find The Gasleak With A Lighter": Zahlreiche Tempowechsel und das Spiel zwischen bewährtem Todesstahl und teilweise schwarzmetallischen Elementen spiegeln sich ebenfalls in den handwerklich tadellosen Vocals. Ob nun tiefes Grunzen oder satanisches Gekreische, es gibt nichts zu meckern. Und so bolzen die Jungs 5 Songs raus, die die Messlatte verflucht hoch setzen. Das Outro der Ostwestfalen gibt dabei noch kurz Gelegenheit, zu verschnaufen und sich auf den möglicherweise folgenden Sturm vorzubereiten.

Der folgt sogleich, wenn auch eingeschränkt. Waren FFH zuvor noch konstant auf solidem Hurrikane- Level unterwegs, können Cult Of Gaia lediglich einen Tropensturm entfachen. Das liegt nicht nur am Sound der Unterfranken, der im Vergleich zu den Kollegen deutliche Abstriche machen musste, sondern auch an einem zu altbewährten und mittlerweile langweiligen Drang vieler junger Bands: Irgendwo muss immernoch dieses verflixte "core" reinpassen. So plaziert man sich irgendwo zwischen halbwegs melodischem Death Metal ein paar Black Metal- Elementen, die vor allem in Form des Gesangs eingebracht werden, und natürlich den üblichen Referenzen an Metalcore durch Moshparts, Breakdowns usw.
Am besten sind COG dann, wenn der Sänger zu düsteren Melodien hoch kreischt und das Tempo hoch gehalten wird. Durch die deutschen Texte erinnert das natürlich hier und da an Callejon und Konsorten aber hin und wieder eben auch an Eisregen. Leider schaffen die A'burger es nicht, das Level innerhalb der Songs so konstant hoch zu halten, wie ihre Split- Freunde, dazu fehlt die Abwechslung, was ein Jahr nach Gründung auch nicht zu sehr verwundert.

Was auch verwundert, ist, dass hinter dieser in ihren Grundzügen doch recht professionellen Veröffentlichung kein Label steht, sondern die Bands selbst. Somit fallen einem einzelne Aspekte wie der brillante Sound bei FFH noch stärker auf als sowieso. Zumindest für diese Combo gilt dann auch ein deutliches "Weiter so!", denn Potenzial und etwas, was später mal eine deutliche eigene Duftmarke werden könnte, sind vorhanden. Cult Of Gaia hingegen sollten weitaus deutlicher auf Metal und vor allem die Kombination von melodischem Death Metal und noch mehr Black Metal setzen, dann könnte das durchaus noch richtig interessant werden!
Ähnliche Band: The Black Dahlia Murder
Weitere vergleichbare Bands: Job For A Cowboy, Architects, Callejon, Suicide Silence
 
meinungen zu der veröffentlichung
20.05.2009 | 10:20 Uhr | Murderotica: keine Wertung muss sagen ich find die ffh seite sehr viel schlechter als die cog. ffh haben einfach stark nachgelassen im vergleich zur demo. und hat der sound überhaupt einen bass?

meinung schreiben
Um die Veröffentlichung bewerten zu können, musst du angemeldetes Mitglied der » Community von Dosenmusik und
» eingeloggt sein.
zurück zur Startseite
jetzt registrieren
Registrierte Mitglieder haben erweiterte Möglichkeiten auf dieser Website: Schreibrechte im Forum, Chat, Userprofile mit Buddylist und Bildergalerie, vollen Zugriff auf alle Bildergallerien, exklusive Gewinnspiele und vieles mehr. » hier direkt registrieren
Dosenmusik : der neue Shop
dosenmusik at Facebook Follow dosenmusik on Twitter RSS Feed
cd-empfehlungen
Asking Alexandria - From Death to Destiny I Is Another - I Is Another
Five Finger Death Punch - The Wrong Side Of Heaven and The Righteous Side Of Hell Alice in Chains - The Devil Put Dinosaurs Here
Heaven Shall Burn - Veto Le Fly - Grüß Dich Doch Erstmal!