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Interpret: A Hero A Fake
Titel: Volatile
Label: Victory Records
Erschienen: 28.10.2008

Bewertung:
Autor: 12 von 15 (DonnieDarko)
Leser: noch keine Wertung


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  Cover

You make me insane you drive me crazy
Tracklist: 01. Superwoman
02. Gigante
03. Bienvenido Descanso (Interlude 1)
04. Just Another Number
05. Altered Beast
06. F16
07. Medieval
08. I Know I
09. Sinfonia (Interlude 2)
10. Terminal
11. Burden
Unglaublich möchte man meinen, dass es überhaupt noch ernsthaft möglich ist, neue Perlen der melodisch orientierten Hardcoreszene zu entdecken. Vielleicht ist aber genau dieser Befund dadurch zu erklären, dass die öffentliche Aufmerksamkeit und Fixierung auf dieses Feld der Jugendkultur in den letzten zwei bis drei Jahren leicht bis mittelmäßig nachgelassen hat, bzw. zurückgegangen ist. Das Rad der Zeit dreht sich natürlich dennoch weiter und daraus lässt sich folgern, dass es auch immer Bands geben wird, die nicht müde werden ihre eigene Lieblingsmusik zu fördern, zu spielen und zu präsentieren. ‚A Hero a Fake’, eine immerhin 6-Mann starke Gruppe, machen genau das…

Sie machen das, worauf sie Lust haben und das ist geschickt inszenierter, abwechslungsreicher melodischer Hardcore mit einem Hauch Emo-Einschlag, gewürzt mit einer Briese experimentellen Metal. Was bei A Hero a Fake auffällt, sind die verschiedenen Facetten, die in den einzelnen Songs zusammengefügt werden und dabei erstaunlicher Weise nicht aufdringlich oder zu stark gekünstelt wirken. Es wechseln sich Moshparts mit melodischen Gitarrenläufen und die wieder mit zuckrigen Refrains ab. In den Stopfen wird meistens gekeift und geschrien. Der Sänger ‚Justin’ macht dabei auch ein ganz gute Figur. Was mir jedoch unheimliche Freude bereitete, ist das durchweg gelungene Zusammenspiel der Gitarren und der Drums, denn auch bei plötzlichen Breaks und deren Überleitungen in kurze verträumte Melodiepassagen werden passende Lösungen geboten.

Der cleane Gesang…ja, das ist ja immer so ne Sache, also ich meine diese Sache, ach sagen wir es einfach. ‚Der’ Punkt, der bei solchen Bands in vielen Rezensionen immer am schlechtesten weg kommt. Sicherlich hat Justin nicht die Stimme, auf die die Szene schon immer gewartet hat, jedoch bewegt sich die stimmliche Leistung schultechnisch im ‚guten’ Bereich. Ein bisschen wie eine Mischung aus ‚Funeral for a Friend’ ‚Atreyu’ und ‚Story of the Year’ (stimmlich wohl gemerkt), wobei die ersten beiden wohl eher zutreffen würden.

Es gibt keinen Track auf der Platte der irgendwie völlig aus dem Raster fällt. Alle bewegen sich im Muster ähnlicher stilistischer Schemata. Mal mit mehr Experimentierfreude, mal einfach nur straight nach vorne, dabei allerdings zu keiner Zeit stumpf. In einigen Passagen jedoch, könnte man sich sogar, wenn man kurz vergisst welches Album da gerade läuft, an ‚Ligeia’ oder ‚Bring me the Horizon’ erinnert fühlen,…aber auch nur dann, wenn kurzzeitig tiefe growlartige Einlagen, die heftigen Breakdowns untermalen.

Noch kurz zu ein paar einzelnen Tracks:

‚Super Woman’ fängt mit einem flotten Riff an, bevor ein Übergang in einen heftigen Moshteil überletiet. Auch ansonsten ist der Track sehr schnell gehalten. Ein guter Beginn für das Album. Der zweite Track knüpft in dieser Manier an. ‚Un bienvenido Descanso’ ist dann das erste Interlude der Platte und zeigt, die schon angesprochenen, träumerischen Aspekte des Albums. Bei F-16 geht es wieder ordentlich ab. Tempo Tempo Tempo! Der Track klingt fast ein bisschen punkig an manchen Stellen.

‚I know I know’ ist eines der Highlights des Albums. Nach einer geknüppelten Einstiegspassage, springt einen gleich die einprägsame Hookline entgegen, die zwar wirklich ein bisschen catchy erscheint, aber deshalb mitnichten stört. Sehr guter Track! Das zweite Interlude ‚Sinfonia’ ist ebenfalls gelungen, und bereitet auf den letzten Teil des Albums vor, in dem es nahtlos in ‚Terminal’ übergleitet. Der Abschluss Track ‚Burden’ spiegelt noch mal kompakt wieder, was man während der Reise durch ‚Volatile’ erlebt hat. Schnellen, melodischen Hardcore, der so viel Selbstständigkeit besitzt, dass man sich garantiert einzelne Tracks, wenn nicht gar das ganze Album nach dem ersten Hördurchgang noch einmal zu Ohren führt.
Ähnliche Band: Between The Buried and Me
Weitere vergleichbare Bands: A Day to Remember
 
meinungen zu der veröffentlichung
24.10.2008 | 15:02 Uhr | Dr.Bobin: keine Wertung klingt interessant beim reinschnuppern bei myspace

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