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Interpret: I Set My Friends On Fire
Titel: You Can't Spell Slaughter Without Laughter
Label: Epitaph
Erschienen: 02.10.2008

Bewertung:
Autor: 12 von 15 (sop_yannick)
Leser: 14 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Von allem ein bisschen viel
Tracklist: 01. Shit! It talks...I'm out of here
02. Brief interviews with hideous men
03. Beauty is in the eyes of the beerholder
04. Things that rhyme with orange
05. Asl
06. Interlude
07. Ravenous, Ravenous rhinos
08. HxC 2 Step
09. Wtfwjd
10. Crank that
11. But the NUNS are watching
12. Reese's pieces, I don't know who John Cleese is?
I set my friends on fire sind 2 junge Herren namens Matt und Nabil aus Miami, die sich per Internet quasi selbst vermarktet und damit ungeahnten Erfolg hat. Dass dahinter nicht irgendeine Nutzung aktueller Trends und ein guter Styling- Berater stehen, zeigt das neue Album "You Can't Spell Slaughter Without Laughter".

Auf diesem wüten die beiden Jungspunde ungestüm in sämtlichen musikalischen Bereichen, die sich als alternativ einordnen lassen. Demnach lässt sich die Musik sehr schwer kategorisieren, aber grundsätzlich bewegt man sich irgendwo im Spannungsfeld aktueller moderner Screamo- oder chaotischer Hardcore- Bands wie zB. Underoath oder die neueren Norma Jean. Das Ganze wird hier und da nach zuckersüßen Refrains, die gesanglich stark an Silverstein erinnern, mit tonnenschweren Breakdowns unterbrochen und hin und wieder lassen manche Parts gar Erinnerungen an New Metal- Bands wie Disturbed oder Drowning Pool hochkommen. Versetzt ist das Ganze sehr häufig mit den in letzter Zeit immer obligatorischeren Elektro- Elementen im Nintendo- Stil, die hier wiedermal den nerdigen und leicht beknackten Eindruck der Musik verstärken. Sogar 2 beinahe lupenreine Crunk- Songs der Marke Lil John (hier nur mit heiser geschrieenen Rap- Vocals) finden sich mit "HXC 2- Step" und "Crank That" auf dem Album.
Doch was ISMFOF von vielen Bands, die derzeit versuchen, ähnlich facettenreich aus dem Emo- Sumpf herauszustechen, unterscheidet, ist die schier wahnsinnige Dynamik, die einerseits durch die gekonnte und schier endlose Abfolge unterschiedlichster Parts und andererseits durch die wirklich herausstechende Qualität des Dargebotenen entsteht. So sind die Vocals weder geschrieen noch schmalzig gesungen mit denen vieler belangloser Bands aus dem sogenannten Emo- Bereich gleichzusetzen. Auch tiefe Growls finden sich hin und wieder, alles in allem wird hier eine nahezu unfassbar große Palette aufgefahren.

Alles in allem macht das tierisch Spaß und wächst mit jedem Hören, da man hier noch ein Metal- Riff, da noch einen 80er- Jahre Synthie- Part entdeckt. Auf jeden Fall sei jedem Freund gut gemachten Emos der moderneren Spielart, die vor zig tausend Experimenten nicht scheut, zum Hören UND Kaufen geraten, denn ich bin mir sicher, dass auch die Texte eine ähnliche Wand an Nerdigkeit(?) auffahren!
Ähnliche Band: Underoath
Weitere vergleichbare Bands: Silverstein, Norma Jean, Enter Shikari, Horse The Band
 
meinungen zu der veröffentlichung
23.10.2008 | 13:00 Uhr | Dr.Bobin: keine Wertung ich bin mir noch nicht ganz sicher WAS das ist... aber "es" ist wirklich sehr schwer einzuordnen

20.10.2008 | 23:08 Uhr | ChrisColumbus: 14 Punkte ALter Schwede! gut beschrieben, eine Einordnung fällt wirklich schwer bzw. verbietet sich vollständig.

daneben ist die Selbstdarstellung (mit gehöriger Portion Selbstironie) im Internet durchaus ... hmm .. witzig/eigenartig/völlig bescheuert???

Die Platte ist auf jeden Fall ein echter Brecher, wenn man nicht direkt Interesse an gradlinien Songs hat und sich durchaus mit Bands anfreunden kann, die in einem einzigen Lied ein breiteres Spektrum abbilden können als andere (bekanntere) Bands mit ihrer ganzen Diskographie.

Als Vergleich würde ich eher HORSE the Band nennen.

EIN Anspielttip: but the NUNS are watching

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