cd-reviews (empfehlung)
Interpret: Underoath
Titel: Lost In The Sound Of Separation
Label: EMI Music
Erschienen: 12.09.2008

Bewertung:
Autor: 15 von 15 (dose)
Leser: 12 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Noch intensiver, wütender, agressiver
Tracklist: 01. Breathing In A New Mentality
02. Anyone Can Dig A Hole But It Takes A Real Man To Call It Home
03. A Fault Line. A Fault Of Mine
04. Emergency Broadcast: The End Is Near
05. The Only Survivor Was Miraculously Unharmed
06. We Are The Involuntary
07. The Created Void
08. Coming Down Is Calming Down
09. Desperate Times, Desperate Measures
10. Too Bright To See, Too Loud To Hear
11. Desolate Earth: The End Is Here
Underoath sind immer wieder für Überraschungen gut, das haben sie zuletzt bewiesen, indem sie nach einem recht eingängigen Album "They're Only Chasing Safety" ein nicht noch eingängigeres, sondern deutlich sperrigeres und düsteres Album namens "Define The Great Line" vorlegten. Noch größer war dann die Überraschung sicherlich auch für die Band, dass sie mit genau diesem Album ihren bisher größten Erfolg - nämlich den Einstieg von 0 auf 2 in die US Billboard Charts und Gold-Status mit entsprechender Anzahl verkaufter Alben - verzeichnen konnten. Das wäre ja Grund genug, dem sperrigen Weg zu folgen, aber Underoath sind eben für Überraschungen gut, wie also würde "Lost In the Sound Of Separation" ausfallen? Wird es an das poppige Album oder an die sperrige Version anknüpfen?

Wer glaubt, Underoath unterlägen der Gefahr, sich wieder dem eigängigeren Sound zu verschreiben um auch hierzulande noch mehr Erfolg zu haben, der hat sich in den Finger geschnitten. Mit "Lost In the Sound Of Separation" präsentieren sich Underoath wütender, agressiver und verzweifelter denn je. Was an den kursierenden Trennungsgerüchten und den Gerüchten über Drogenprobleme im Hause der christlichen Band dran ist, das weiß man nicht - aber vielleicht war das die Basis für ein erneut derart intensives und sperriges Album. Vielleicht gelingt es der Band auch, sich mit anderer Musik eher auf Solopfaden auszutoben und Underoath ihren Sound zu belassen. Klar ist zumindest: "Lost In The Sound Of Separation" ist das Album, das sich die Fans von "Define The Great Line" gewünscht haben: düster, hart, zerrissen, verzweifelt und kein bisschen an populärere Sounds anbiedernd.

Was also macht "Lost In The Sound Of Separation aus"? Ganz sicher die Atmosphäre, die an Beklemmung und zerrissenheit auf "Define The Great Line" noch eine Schippe drauf legt. Und in diesen kontext passen auch die zwei ruhigeren Songs Too "Bright To See Too Loud To Hear" und "Desolate Earth – The End Is Here", denn zerrissenheit und Beklemmung müssen nicht immer in Wut enden. Underoath bewegten sich schon mit dem letzen Album kompositorisch und in Sachen Intensität auf einem sehr hohen Niveau und hier fällt die Band auch auf "Lost In the Sound Of Separation" nicht ab - und damit gelingt es der Band, das vielleicht emotionalste, ehrlichste, düsterste und wütendste Album ihrer Karriere abzuliefern. Ja, das dachte man auch schon bei "Define The Great Line", aber Underoath haben wieder überrascht und es geschafft, noch einen Gang zuzulegen. Großartig, zumal der vom Team Adam Dutkiewicz (Killswitch Engage) und Matt Goldman (The Chariot, Copeland) produzierte Sound trotz eines etwas zu überproduzierten Schlagzeugs zu überzeugen weiß!
Ähnliche Band: From Autum To Ashes
Weitere vergleichbare Bands: Thursday, Every Time I Die, Hopesfall, Turmoil
 
meinungen zu der veröffentlichung
13.10.2008 | 21:41 Uhr | domme: 13 Punkte yo, ich verstehe deine kritik irgendwie schon. aber ich bleibe dabei.

10.10.2008 | 13:15 Uhr | coney: keine Wertung ach so ein quatsch! guck doch mal... release 02.09, dein eintrag 03.10. und dann "lang nicht mehr gehört". schön und gut, dass du dir das teil gekauft hast, aber was bringts, wenn du es in guter quali insgesamt - ein paar tage vor veröffentlichung, 5-6 wochen, MINUS "lange zeit" - vielleicht 2-3 wochen gehört hast!? nimms doch nicht persönlich! ich häng mich nur an deinem beispiel auf.

10.10.2008 | 12:30 Uhr | domme: 13 Punkte manchmal denke ich mir, dass es hier echt leute gibt, die meinen zu wissen was ich mir kaufe und was nicht und was ich davon halten sollte und was nicht. think about it. es gibt auch die option sich nen album vorher anzuhören und dann zu kaufen. aber gut. hier weiß ja eh jeder ALLES besser.

07.10.2008 | 17:40 Uhr | Gizzle: 14 Punkte zitat coney:""define the great line" hat bei mir auch spät gezündet, dann aber gewaltig und nachhaltig. ähnliches scheint auch für "lost in the sound of separation" zu gelten."

wahre worte. was schnell zündet, ist häufig (nicht immer) genauso schnell wieder langweilig, während es an schinken wie "lost in....." immer wieder neues zum entdecken und erfreuen gibt.

03.10.2008 | 11:01 Uhr | coney: keine Wertung unglaublich.. "lange nicht mehr gehört" aber "erst nach einigen durchläufen in guter erinnerung" und "mit der zeit gewachsen" ..die platte ist doch offiziell erst 3 Wochen draußen!! schon klar, dass du sie schon länger hörst, aber das scheint ja nicht grad lang gehalten zu haben!? ich dachte sie wäre gewachsen. zu was denn? ein paar mp3s im daten-nirvana! und dann auch noch 13 punkte. nee, nee! sry für diesen rant - bitte nicht persönlich nehmen - das geht mir allgemein so auf den sack!

btw.. sehr gute platte! "define the great line" hat bei mir auch spät gezündet, dann aber gewaltig und nachhaltig. ähnliches scheint auch für "lost in the sound of separation" zu gelten.

03.10.2008 | 09:38 Uhr | domme: 13 Punkte du meintest anspruchlos, oder?

muss zugeben, dass ich das teil lange nicht mehr gehört hab. aber es war halt erst nach einigen durchläufen in guter erinnerung bei mir. das teil is bei mir nur mit der zeit gewachsen, und man sollte die scheibe als ganzes hören und nich jeden einzelnen track auseinanderpflücken. so war das irgendwie bei mir.

01.10.2008 | 00:53 Uhr | jetsetradio: keine Wertung Jetzt mal ehrlich, vorallem diejenigen die die Scheibe klasse finden: wie lange habt ihr gebraucht um zu so einem Eindruck zu kommen? Ich hab jetzt 3 Durchläufe hinter mir und checke immer noch GAR NIX. Finds zwar herrlich, dass es mal wieder ne Platte gibt die man sich anscheinend wirklich lange erarbeiten muss, aber das kanns doch nicht sein. Ohne wirklich chaotisch oder verfrickelt zu sein, sind die Songs einfach völlig unverständlich. Nicht nachvollziehbar, anspruchsvoll. Es bleibt wirklich nix hängen. Die Platte wirkt wie ein einzig großer Song. Es gibt einfach so unheimlich viele, kleine Parts. Von der Ausrichtung her weicht es imo doch merklich vom Vorgänger ab.

Bei irgendeiner No Name-Kapelle hätte ich nach einem Durchlauf wahrscheinlich abgebrochen, aber Underoath geb ich die Chance, weil sie bisher selten enttäuscht haben. Ich hoffe es lohnt sich. Bin bisher auf jeden Fall sowohl beeindruckt als auch verwirrt und angewidert zugleich. Eigenständig ists allemal, keine der oben erwähnten Vergleichsbands passt auch nur annähernd.

06.09.2008 | 15:07 Uhr | envy: 10 Punkte das album ist zwar gut...aber an das letzte kommt es leider nicht ran
ich meine, wo sind die ohrwürmer?
als ich das album durchlaufen lassen hab ist mir einfach kaum was hängen geblieben
das war beim letzten anders
da hatte fast jedes lied sein großes highlight

vorallem finde ich das sie sich mit diesem album etwas zu sehr an der norma jean schiene orientieren
und diese gibts mittlerweile ja echt mehr als genug

04.09.2008 | 16:10 Uhr | Sato: 8 Punkte Finde die alten Cds besser, sorry, die Songs sind nichts bahnbrechendes, eher langweilig. Haut mich nicht mehr um, es gibt bessere Bands, die brachial mit etwas Melodie mischen.

04.09.2008 | 09:02 Uhr | dose: 15 Punkte ich kenne durchaus auch die älteren sachen, aber an intensität, wut und aggression bieten die nicht mehr, als das neue album - zumindest für mein empfinden. und wut und aggression hat nicht immer was mit härte zu tun. es ist die beklemmende atmosphäre, die das für mich hier ausmacht.

03.09.2008 | 23:19 Uhr | Worscht: keine Wertung will ja nicht klugscheißen, aber underoaths karriere hat schon früher begonnen, und es wurden auch schon weitaus härtere alben veröffentlicht.

aber ansich interessante review, werde mir das auf jeden fall zu gemüte führen

03.09.2008 | 21:56 Uhr | domme: 13 Punkte sehr, sehr gutes album, aber eben nicht bahnbrechend, deshalb nur 13

03.09.2008 | 10:10 Uhr | DonnieDarko: 13 Punkte Finde das Album auch echt gut, und das obwohl, dass seit ein paar Jahren, gar nicht mehr meine primär preferierte Musik ist. Aber das Album ist einfach gut, muss man sagen.


Das Review find ich auch gut. Nett geschrieben. Nur an den Stellen musstt ich schmunzeln, wo gelobt wurde, dass man sich nicht an populäre Sounds anbietet, und lieber in die hxd-independent geht/bleibt.

Zwanghaft anders oder unabhängig zu sein ist performativ widersprüchlich zu der Idee oder dem Label, das von Außen aufgesetzt wird.

Aber noch cooler ist da ja das sich alle "anderen" einig sind, dass sie Anderes sind. Voila a new popularity :D

Aber das sind nur Randnotizen :D

02.09.2008 | 22:48 Uhr | Dr.Bobin: 14 Punkte ob sie sich bei mir an die beiden vorgänger herankämpfen kann wird sich noch zeige... aber hat mich definitiv mit den ersten tönen überzeugt...
jetzt müssen sie nur live was bieten in köln

02.09.2008 | 15:43 Uhr | Gizzle: 14 Punkte nichts hinzuzufügen. ich freu mich auf den gig in köln!

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