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Interpret: Nasum
Titel: Helvete
Label: Relapse Records
Erschienen: 19.05.2003

Bewertung:
Autor: 15 von 15 (Start A Fire)
Leser: 12 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Grindcore-Gewitter der Extraklasse!
Tracklist: 01. Violation
02. Scoop
03. Living Next Door To Malice
04. Stormshield
05. Time To Discharge
06. Bullshit
07. Relics
08. We Will Curse You All
09. Doombringer
10. Just Another Hog
11. Drop Dead
12. I Hate People
13. Go!
14. The Final Sleep
15. Slaves To The Grind
16. Breach Of Integrity
17. The Everlasting Shame
18. Your Words Alone
19. Preview Of Hell
20. Illogic
21. Whip
22. Worst Case Scenario
Die Meisten wenden sich nur schon bei dem Begriff Grindcore angewidert ab. Denn er steht für die Meisten einfach nur für Krach ohne Melodie und auch ohne großes musikalisches können der Musiker. Damit tut man doch so mancher Band dieses Genres Unrecht. Nasum kann dabei besonders rausheben, denn sie genießen auch den Status einer Ausnahmeband in diesem Sektor.

Dies mag daran liegen, dass diese Schweden eigentlich auch keinen reinen Grindcore spielen. Sie verbinden diesen mit Deathmetal, Crustcore und ner Schippe des eigentlich Ursprungs des Grind, nämlich Punk. Und was die Jungs um Sänger und Bandkopf Mieszko A. Talarczyk daraus entstehen lassen, ist schlicht genial. Dazu kommt, dass sie das D-Zug Tempo immer wieder drosseln und richtig geile Midtempoparts einbauen. Gut für den normalen Hörer mag es sich bei ersten hören immer noch um nicht mehr als um Krach handeln und man kann mit der Musik Nasums noch nicht viel anfangen. Ungefähr so ging es mir auch bei ersten hören eines Nasum Songs. Doch nach einigen durchläufen zündeteten die Songs bei mir total. Dann eröffnen sich einem die "Melodien" in den Songs und die Wechsel zwischen D-Zug und Midtempo machen richtig Spass. Ab da hatten mich Nasum für sich gefangen genommen.

Helvete ist das dritte Full-Length Album dieser genialen Band und für mich auch das Beste. Hier zelebrieren Nasum ihren Grind-Crust-Deathmetal in Perfektion. Die Lieder sind noch abwechslungsreicher geworden als auf Human 2.0 und besitzen jetzt Teilweise fast schon richtige Melodien! Und es ist ein Tick düsterer von der Grundstimmung her als sein Vorgänger. Dieses Album macht keine gefangenen. Ein vor Energie strotzender Hassklumpen. Erst wird man von den geilen Highspeedpassagen zerfetzt um dann von den schon fast grooveden Midtempoparts an die Wand gedrückt werden. Ja ihr habt richtig gelesen Grind und Groove. Eigentlich ein Wiederspruch ansich! Aber Nasum bekommen das tatsächlich hin. Die Songs erdrücken einen vor Energie und man könnte sie schon als "Krachhits" bezeichnen. Das mag auch daran liegen hier wirklich technisch versierte Musiker am werken sind, im Gegensatz zu manch andere Combo in diesem Bereich. Allein schon wenn man sich die Riffs genau anhört. Schier unglaublich, was da abgeliefert wird. Dazu das weltklasse Drumming von Jakob Anderson.

Darüber setzen sich die superben Vocals von Mieszko, die nur so nach purer Zerstörung klingen. Unterstützt wird er dabei von 2 Gastmusikern, die die tiefen Vocals beisteuern. Einmal Nasums Gründungsmitglied Rickard Alriksson und Jörgen Sandström von Entombed. Auch am Bass gibt es einen Gastauftritt von Shane Embury von Napalm Death. Abgerundet wird dieses Meisterstück durch die echt 1A Produktion, die dem Album auch nochmal richtig Druck verleiht Und schön klar ist und an der man eigentlich keinen Makel findet. Ausser Leute vielleicht, die einen lauten Snaresound nicht so mögen. Ich finde es passt aber soundmäßig alles perfekt zusammen.

Bei diesem Album kann man als Freunde extremerer Klänge nur die Höchstnote zücken. Einzelne Songs sind schwer herauszuheben, aber als Anspieltip werf ich mal das düstere "Stormshield", das etwas punkige "Just Another" und das eher "schleppende" "The Final Sleep" in den Raum.
Ich kann jedem Freund extreme Musik dieses Album nur wärmstens Empfehlen, wie eigentlich auch den Rest der Nasum Alben. Leider ist wohl, dass zuletzt erschienen "Shift", das letzte Album dieser genialen Band. Denn Sänger und Bandkopf Mieszko A. Talarczyk kam bei der Tsunami Katastrophe in Asien ums Leben. Und die Band wird wohl ohne ihn nicht weitermachen, da er ja der Kopf der Truppe war.

Und ich könnte mir das auch nicht so recht vorstellen. Leider leider. Aber ich werde mich aber weiter and der von ihm erschaffnen Musik erfreuen. R.I.P Mieszko!
Ähnliche Band: Napalm Death
Weitere vergleichbare Bands: Carcass, Skitsystem, Regurgitate
 
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