cd-reviews
Interpret: Oakenshield
Titel: Gylfaginning
Label: Einheit Produktionen
Erschienen: 27.06.2008

Bewertung:
Autor: 3 von 15 (CUBTB)
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  Cover

DSA für Fortgeschrittene
Tracklist: 01. Ginnungagap
02. The Sons of Bor
03. Idavoll
04. Yggdrasil
05. The Aesir
06. Fenris
07. Valhalla
08. Utgarda-Loki
09. Hymir
10. The Death of Baldr
11. Vigrid
Wie der Name und das Label schon vermuten lässt handelt es ich hierbei wieder um eine Pagan Band. Pagan Bands sprießen seid den Midneunzigern aus dem Boden wie Pilze aus dem Moos. So alt ist Oakenshield noch nicht, 2004 gründetet der Engländer unter den Namen Nifelhel den Vorgänger zu Oakenshield. Damals handelten seine Thema nur von Schlachten und den beschwerlichen Wegen dorthin. Nach dem Einlesen in zahlreiche mythologische Bücher, hat sich sein Lyricverständnis erweitert. So ist es nicht verwunderlich das Einheit Productions auf ihn aufmerksam wurde und ihm nun die Gelegenheit gibt, seine Pagan Vision auch außerhalb der Insel verbreiten zu können.

Oakenshield kommt deutlich folkloristischer daher als zum Beispiel Andras, während diese doch eher Black Metal orientierten Pagan Metal zelebrieren, geht Oakenshield den anderen Weg. Metallig ist auch sein Sound, überflutet mit Blut wie die Landschaft nach einer Schlacht, ist auch sein Keyboardsound allgegenwärtig. Dazu gibt es klare Vocals oder keifendes Gegrowle, beides irgendwie unausgegoren. Und so sehr sich Oakenshield bemüht epischen Songs zu basteln so gezwungen wirkt es. Sein Chorgesang gepaart mit reichlich Folk treibt selbst hartgesottene Zwergenkrieger in den Massensuizid.

Wirklich ernst nehmen kann man eigentlich nicht was man da gerade hört. Langatmig und gelangweilt wie das verrotten in einem Mittelalterverlies, entpuppt sich diese Scheibe als zweihändiger Stimmungstöter. Natürlich wird den Vikingern unter uns dieser Sound zusagen, zwar etwas zu modern wegen dem ganzen Keyboard und E-Gitarren, das hatten wir ja damals nicht, aber der Heldenepos, die ach so schwere Zeit für uns, ist deutlich erkennbar. Melancholisch wie dunkle Winterabende legt sich der Sound von Oakenshield über ganze Dörfer und verbreitet Angst und Verzweiflung. So werden diese 11 Lieder zu einem Martyrium welches nicht einmal der Anblick einer nackten Elfin mehr lindern könnte.

Ob Oakenshield eine Bereicherung für das Pagan Metal bedeutet kann man schwer sagen. Von den Bands, die ich bisher aus diesem Bereich gehört habe, gehört er zu den schlechteren. Lächerliche Stimmlage die nur allzu böse klingen will, dazu dieser Chorgesang der einfach nur unpassend ist. Die unglaubliche Länge der Songs wird keineswegs durch einbinden vieler Instrumente erträglich gemacht, sondern verliert sich nach kurzer Zeit in Belanglosigkeit. Da hör ich mir lieber ne runde Amorphis an die haben wenigstens Wums dahinter….
Ähnliche Band: Thrudvangar
Weitere vergleichbare Bands: Slartibartfass, Irminsul
 
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