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Interpret: Cadence Weapon
Titel: Afterparty Babies
Label: Ninja Tune
Erschienen: 07.03.2008

Bewertung:
Autor: 12 von 15 (dose)
Leser: 12 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Hip (Hop) House der nicht scheiße ist...
Tracklist: 01. Do I Miss My Friends ?
02. In Search Of The Youth Crew
03. True Story
04. Limited Edition OJ Slammer
05. Juliann Wilding
06. Real Estate
07. Messages Matter
08. Your Hair's Not Clothes
09. Tattoos (And What They Really Feel Like)
10. The New Face Of Fashion
11. Getting Dumb
12. House Music
13. Unsuccessful Club Nights
14. We Move Away
Hinter Cadence Weapon verbirgt sich der Kanadier Roland "Rollie" Pemberton, Sohn von Teddy Pemberton. Und auch wenn Vater Pemberton als solcher hier genau so wenig ein Begriff sein wird wie sein Sohn, so sollte doch bemerkt werden, dass Teddy im Jahr 1980 auf CJSR, dem Radiosender der ortsansässigen Universität, unter dem Namen "The Black Sound Experience" eine der ersten Sendungen über Hip Hop in Kanada überhaupt gemacht hat. Cadence Weapon war HipHop also in die Wiege gelegt und doch ist (auch) das zweite Album "Afterparty Babies" viel mehr, als ein mehr oder weniger plattes HipHop Album.

Cadence Weapon ist eine Plattform für Experimente auf Basis von HipHop-Beats und dass da einiges möglich ist, wenn auf der eigenen Favoritenliste neben den Chemical Brothers auch Bob Dylan steht, beweist der Künstler eindrucksvoll. Während der Akapelle-lastige Opener "So I Miss My Friends?" noch etwas schleppend daher kommt und bei aller gradlinigkeit noch nicht ganz rund reingeht, lebt "In Search Of The Youth Crew" von pumpendem House-Beat der Oberklasse. Schmalspur und Einbahnstraße gibt es hier nicht, denn "True Story" basiert auf einem nicht ganz einfachen mal mehr und mal weniger elektronischen Beat, den sich auch die Beastie Boys ausgedacht haben könnten. "Limited Edition Oj Slammer" klingt auf der einen Seite sehr nach Oldschool, auf der anderen Seite durch die elektronischen Samples aber auch ungemein modern und so geht es in einem fort.

Cadence Weapon bleibt auf "Afterparty Babies" ein Unikat, das zwischen den Chemical Brothers, Armand van Helden und den Beastie Boys hin und her springt und dabei ein ganz eigenes Bild entstehen lässt. Insgesamt 14 Songs ist das Album stark, in dem sich Rollie mit einer ungemeinen Leichtigkeit zwischen Gescratche und pumpenden Beats hin und her rappt und sich dabei mit Partynächten, Heimatstädten, Medien und Mode auseinander setzt. Und warum "Afterparty Babies"? Nun, er wollte ein Album machen, zu dem man "Afterparty Babies" zeugen kann. Ob das so gut geht zwischen immer wieder eingestreuten schrägen Sounds, knarzenden und hin und wieder auch stolpernden Beats, das sei mal dahin gestellt. "Afterparty Babies" ist aber durchaus eine runde und spannende Partyplatte für schweißtreibende Abende. Und was sagt Cadence Weapon selbst? Es sei "Hip House, nur dass es nicht scheiße ist", die Platte höre sich an wie eine Basement Jaxx-Platte, zu der jemand rappe, der sich wie "Steve Urkel als er zu Stefan Urquel" wurde, anhöre.
Ähnliche Band: Beastie Boys
Weitere vergleichbare Bands: Chemical Bothers, One Inch Punch, Basement Jaxx, Armand van Helden
 
meinungen zu der veröffentlichung
22.04.2008 | 18:56 Uhr | Serpentine: 12 Punkte Sehr cooles Album, macht richtig Spaß und solch offensiv elektronische Beats haben wirklich nur wenige Rapper. :)

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