cd-reviews
Interpret: L'Arc-en-Ciel
Titel: Kiss
Label: Ki/oon
Erschienen: 21.11.2007

Bewertung:
Autor: 9 von 15 (CUBTB)
Leser: noch keine Wertung



» offizielle Website
  Cover

Eine J-Rock Legende?
Tracklist: 1. Seventh Heaven
2. Pretty Girl
3. My Heart Draws A Dream
4. Sunadokei
5. Spiral
6. Alone En La Vida
7. Daybreak's Bell
8. Umibe
9. The Black Rose
10. Link -KISS Mix-
11. Yuki No Ashiato
12. Hurry Xmas
Eine japanische Band benutzt einen französischen Namen, der auch noch Regenbogen heißt. Nun gut man muss Bandbegründer Tetsu zugutehalten, dass er sich hier auf einen Film bezieht. Welchen konnte ich nicht herausfinden. Tut ja auch wenig zur Sache denn L’Arc-en-Ciel bringen Ihr mittlerweile 11tes Studioalbum „Kiss“ heraus. Nachdem es 2000 schon fast so ausgesehen hatte das die Bandmitglieder ihre eigenen Solokarrieren verfolgen, kamen sie 2004 wieder zurück und spielten in diesem Jahr das erste Mal in den USA. Am 08. Mai 2008 steht nun das erste Europäische Konzert an, natürlich in Frankreich. Daher wird nun „Kiss“ auch in Deutschland beworben, denn in Japan gibt es die Scheibe schon seit 2007.

L’Arc-en-Ciel oder Laruku wie sie auch von Ihren japanischen Fans genannt werden, sind alte Hasen. Alle Mitglieder gehen stramm auf die 40zig zu gehören wohl schon zum guten Ton der J-Rock Liga. So ist es nicht verwunderlich das die Jungs eines schaffen, eingängige Rhythmen mit viel Widererkennungswert. So startet „Seventh Heaven“ knackig popig, beim ersten Hören etwas ungewöhnlich da Schlagzeug und Gitarren nicht immer Synchron laufen, Dazu kommt die Stimme von Tetsu, die oft ein wenig Opernhaft wirkt, er zieht die Silbenende gern lang. Mit „Pretty Girl“ folgt ein Song den man sich gut bei den Credits eines Filmes vorstellen kann. Viele Ihrer Songs werden auch für Anime-Serien benutzt oder für eben Filme. Bei den Refains kann man unbeschwert Mitsingen, wenn man dem japanischen mächtig ist. Ansonsten bieten die alten Herren auch mal eine englische Lyriczeile zum Besten. Fast in jedem Song finden sich Streicher wieder oder Blasinstrumente, die besonders im Song „The Black Rose“ zum tragen kommen. Hier erkennt man sogar die etwas punkige oder zumindest Ska-Ader der Herren, die in Ihren früheren Jahren bestimmt noch ausgeprägter war. Heute geht es mehr in Richtung Jazz oder soft-Rock. Was beim mehrmaligen Hören auffällt ist die unglaubliche Orchestrale Betonung der einzelnen Songs. So klingen einige Songs ungewollt alt, als würden sie in den 1950ier im gutbürgerlichen Radio laufen. Doch L’Arc-en-Ciel wissen wie sie diesen Deckmantel des schon fast Schlagerartigen durchbrechen können, Gitarren-Solies. Sie kommen nicht in jedem Song vor aber wenn dann sind sie in perfekter 80ier Jahre Manier gespielt. Es handelt sich hier nicht um Metalsolies sondern um Pop-Rock Solies, man sollte also keine Glanzleistungen erwarten. Doch wie gesagt eines schafft das Album, es unterhält was nicht zuletzt am perfekten Zusammenspiel der einzelnen Bandmitglieder liegt. So bleibt das Schlagzeug weitestgehend im Hintergrund wie auch die Gitarre die nur ab und zu durch Solies oder Songeinstiege auf sich aufmerksam macht. Das Keyboard ist allgegenwärtig und verleiht dem J-Rock sein typischen 80ies Synthesziserfeeling. Dazu die allgegenwärtige Stimme die das gesamte Album trägt und in Höhen abdriften kann, die man Tetsu nicht mehr zugetraut hätte. Hier und da bieten die Herren ordentlich mitgröhl potenzial so das dieses Album auch ein Renner in vielen Karaoke-Bars werden könnte.

L’Arc-en-Ciel präsentieren Ihren Fans wieder ein gelungenes Album. Schwächelt es ein wenig im Mittelteil, so erholt es sich wieder und wenn man „Hurry Xmas“ aus der Gleichung nimmt, findet es einen schönen Abschluss. Natürlich ist es kein Bahnbrechendes Album und schon gar keine Revolution des J-Rock. Aber es ist gut, und das ist schon mehr als von manch anderen Bands bekommt. Wer offen gegenüber J-Rock ist sollte hier zugreifen, ein Album was zum Easy Listening einlädt und doch irgendwo Ohrwurm Charakter besitzt.
Ähnliche Band: Luna Sea
Weitere vergleichbare Bands: Malice Mizer, X Japan
 
meinungen zu der veröffentlichung
Es wurden noch keine Meinungen zu diesem CD-Review veröffentlicht.
meinung schreiben
Um die Veröffentlichung bewerten zu können, musst du angemeldetes Mitglied der » Community von Dosenmusik und
» eingeloggt sein.
zurück zur Startseite
jetzt registrieren
Registrierte Mitglieder haben erweiterte Möglichkeiten auf dieser Website: Schreibrechte im Forum, Chat, Userprofile mit Buddylist und Bildergalerie, vollen Zugriff auf alle Bildergallerien, exklusive Gewinnspiele und vieles mehr. » hier direkt registrieren
Dosenmusik : der neue Shop
dosenmusik at Facebook Follow dosenmusik on Twitter RSS Feed
cd-empfehlungen
Asking Alexandria - From Death to Destiny I Is Another - I Is Another
Five Finger Death Punch - The Wrong Side Of Heaven and The Righteous Side Of Hell Alice in Chains - The Devil Put Dinosaurs Here
Heaven Shall Burn - Veto Le Fly - Grüß Dich Doch Erstmal!