cd-reviews (empfehlung)
Interpret: *Shels
Titel: Laurentian's Atoll
Label: Shelsmusic
Erschienen: 03.12.2007

Bewertung:
Autor: 13 von 15 (CUBTB)
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  Cover

Eine Reise durch tiefe und endlose Schluchten....
Tracklist: 01. Atoll
02. Water (full version)
03. The Ghost Writer
04. City Of The Swan
05. Lights In The Laurentian
06. Fireflystarrs
07. Wingsfortheirsmiles
08. m
Endlich, gut 2 Wochen nach dem ersten E-Mail-Kontakt, halte ich sie in den Händen. Die neue "Laurentian's Atoll" EP von *Shels. Meine Freude kennt kaum Grenzen, denn ihr letztes Album "Sea Of The Dying Dhow" hat mich umgehauen.
Mit 8 Songs und knapp 39 Minuten Spielzeit kann man hier fast schon von einem Mini-Album sprechen. Produziert wurde das ganze von Mark William (Biffy Clyro, Devil Sold His Soul) und gemastered wurde es von Eric Broyhill (Deftones, Far, Zao, Will Haven) allein durch diese Namen und die aufgeführten Bands steigt die Erwartung an die neuen Song bis ins unermessliche.

Zuerst muss man sagen, dass auf der EP sich 3 komplett neue Songs ("The Ghost Writer", "City Of The Swan" und "Lights In The Laurentian"), 3 re-mastered Tracks ("Fireflystarrs", "Wingsfortheirsmiles", "m") und 1 erweitertes Stück Musik ("Water") befinden. So entpuppt sich das Mini-Album beim genaueren hinsehen doch mehr als EP. Aber des erhöht die Vorfreude auf ein bevorstehendes Full-Length Release noch umso mehr.

Wie auch schon das vorherige Release, nimmt dich "Laurentian's Atoll" auf eine Reise durch die unendliche Weiten mit, verwöhnt dein Ohr mit sanften Klängen die so zerbrechlich wirken als wären sie aus Glas. Doch immer wieder kommst du auch an jene Orte, in denen Chaos und Zerstörung herrschen. Hier werden die filigranen Strukturen zerbrochen und fallen glitzernd nieder wie ein beleuchteter Schneeschauer. Allein mit diesem Bild haben dich *Shels wieder aufgefangen, befördern dich mit akustischen Klängen wieder in eine andere Welt, führen dir Landschaften vor Augen, die so wunderschön sind, dass man sie sich nur vorstellen kann, in Realität wird es sie so nie geben. So ist "Laurentian's Atoll" wieder ein Album, welches man im Dunkeln auf der Couch liegend genießen sollte. Dem Hörgenuss sollte man sich ohne andere Sinneseinwirkungen voll und ganz hingeben.

Es ist nicht verwunderlich, dass mit "Atoll" die Stimme von Mehdi Safas Großvater erklingt, die schon fast beschwörend wirkt. Ein netter Einstieg, denn den darauf folgenden Song kennt man bereits: "Water" - diesmal in seiner vollständigen Version. Gehörte dieser Track auf dem alten Album schon zu einen meiner Lieblinge, wird er durch die Erweiterung noch intensiver, auch wenn er ein wenig zweigeteilt wirkt. Dennoch macht der vollständige Release diesen Song noch mal eine Spur atmosphärischer und Atmosphäre ist gerade bei *Shels Liedern das A und O. So beginnt der erste neue Song "The Ghost Writer" ruhig und baut sich nach und nach zu einem kräftigen Track auf. Mehdis Stimme, die bei "Water" noch sehr im Vordergrund steht, tritt immer weiter zurück. Selbst die Schreie, die sich gegen Ende des Songs einflechten, bleiben zurückhalten und erinnern stark an die Mahumodo Zeiten. Dann faded der Song aus und geht sofort in "City Of The Swan" über. Ein Lied, welches ohne Probleme Soundtrack für jeden Horrorfilm á la "The Decent" oder "Calvaire" sein könnte. Wunderbar beschreibt der Songs zuerst die brachliegende Unendlichkeit um dann so düster zu werden, dass selbst eine Höhle als Raum des Lichts erscheint. Man bekommt wirklich ein Stück weit Angst, so ganz im Dunkeln. Doch keine Angst *Shels wissen wie sie dich wieder raus ins Licht ziehen, ins blendende Licht sollte man hier noch erwähnen. So endet "City Of The Swan" so unbekümmert wie er begonnen hat und bietet einen gelungenen Ausgleich zur Dunkelheit des Mittelstücks. Apropos Vocaleinflüsse, die sind kaum noch vertreten. Ein wenig wird geschrieen aber wie gesagt - sehr dezent im Hintergrund. So ist es nicht verwunderlich, dass mit "Lights In The Laurentian" ein rein instrumentales Stück vertreten ist. Hier wird die unschlagbare Melodie aus "The White Umbrella" aufgegriffen und zelebriert. Mit akustischer Gitarre und einer elektrischen Gitarre, die wie ein Piano klingt, das einzelne Töne anspielt. Diese Melodie lässt dich schon im alten Song nicht los, aber hier wird sie dir förmlich in den Gehörgang gebrannt. Zuerst dachte ich, dass es ein wenig schade ist, dass dieser neue Song nur die Melodie eines bereits bekannten ist. Aber je öfter man es hört umso doller verliebt man sich einfach in diese Klänge.

Mit den letzten drei Songs erhält man überarbeitete alte Songs, die zwar keinesfalls von minderer Qualität sind, aber man merkt hier, gerade bei "Fireflystarrs" schon sehr deutlich, wie wichtig früher die Vocals waren. In den aktuelleren Songs sind sie oft sehr dezent und wirken eher begleitend als dominierend. Den Kontrast bildet hier eben besagter "Fireflystarrs", der nach schönen akustischen Klängen mit voller stimmlicher Härte zuschlägt. Doch nie wird er zu einem aggressiven oder gar stimmlich überladenen Song. Die Gewichtung liegt doch immer ein Stück mehr auf den Instrumenten als der Stimme. So bilden die alten Songs einen schönen Ausklang der EP und erinnern an die alten Zeiten und lassen hinausschauen auf neue Horizonte.

Mit "Laurentian's Atoll" schaffen *Shels die gelungene Fortsetzung ihres "Sea Of The Dying Dhow"-Albums. Es gibt Neues zu entdecken, Kompositionen zu bestaunen und alte Melodien zu bewundern. Abzüge muss ich leider dafür geben, dass mich die beiden komplett neuen Songs nicht komplett umhauen. Sie reichen an Songs wie "The White Umbrella" oder "Conference Of The Birds" noch nicht heran., befinden sich aber zugleich auf einem sehr hohen musikalischen Niveau, was die Konzeption und Melodien betrifft. Ich bin also äußerst zufrieden und freue mich schon jetzt auf mehr aus dem Hause *Shels, der Gemeinschaftsarbeit von so vielen talentierten Musikern.

Mehdi Safa - vocals - ex-mahumodo
Tom Harriman - drums - ex-mahumodo
Simon Davis - guitars - ex-eden maine
Phil Buch - guitars - ex-eden maine
Green Dave - guitars - ex-fireapple red
Red Dave - bass - ex-fireapple red
Ed Mathews - atmospherics - ex-mahumodo
Ähnliche Band: Mahumodo
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