cd-reviews
Interpret: OHL
Titel: Im Westen nichts Neues (Re-Release)
Label: Bad Dog Records
Erschienen: 07.12.2007

Bewertung:
Autor: 6 von 15 (censored)
Leser: 3 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Retroperspektive á la Punk
Tracklist: CD 1:
01. Leverkusen
02. Kraft durch Freude
03. Botschaftslied
04. Patte
05. Türkenlied
06. Deutschland
07. Sterben ist menschlich
08. Kernkraftritter
09. Widerstand
10. Hindustan
11. SID
12. Wir sind die Unreparierten
13. A-Bombe
14. Ist es erlaubt Fragen zu stellen?
15. Der Osten
16. Die Macht des Feuers
17. Soldaten leben länger
18. Freiheit
19. Gott und die Welt
20. Belsen war ein KZ
21. Anne Lorente
22. Kaufhof
23. Der 1. Schuss
24. Dein Kampf
25. Schrei, Schrei
26. Warschauer Pakt
27. Gebt uns Arbeit
28. Krieg
29. Alle Macht dem Volk
30. Freiheitskämpfer
31. Nie wieder
32. DDR

CD 2:
01. Ostblock
02. 1. Oktober
03. Freut euch
04. Spionage
05. Glocken der Revolution
06. Gib mir eine Chance
07. Neue Macht
08. Roter Terror
09. Russen in Afghanistan
10. Schwarze Rose
11. Bürgerkrieg
12. 1942
13. Schreckensherrschaft
14. Mein Traum du bist tot
15. Die Macht des Feuers
16. Im Schatten der Liebe
17. 1000 Tage
18. Milch und Honig
19. 3 Asse und 2 Könige
20. Letzte Helden
21. Auf der Flucht vor Dir
22. Feuer
23. Heute Nacht
24. Nur ein Spiel
25. So allein
26. An meinem Grab
27. Einsamer Reiter
Um die Musik der Punk-Band OHL (Oberste Heeresleitung) aus Leverkusen zu verstehen muss man, wie ich selbst festgestellt habe, ein wenig Recherche betreiben oder einfach begeisterter Punker der alten Liga sein. Das Re-Release Album "Im Westen nichts Neues" ist die Neuauflage einer Best-Of von vor 10 Jahren aus der Badgeschichte seit der Gründung 1980 und Reunion 1993.

OHL musste sich im Laufe der Zeit oft den Stempel verpassen lassen, sie seien politische Extremisten. Mal Links oder Rechts. Das Einzige was OHL tut, ist den Punk zu leben - eigenständig, frei und kompromisslos. Sänger Deutscher W und seine Jungs (nicht mehr die Originalbesetzung) betonten immer wieder Sprachrohr gegen jede Form von Extremismus zu sein. Das spiegeln auch die Songs auf den zwei CDs wieder, mit Ecken und Kanten ohne Rücksicht auf Verluste. Natürlich immer mit den zeitlichen Gesichtspunkten im Gedächtnis (z. B. Russen in Afghanistan). Trotz des gewaltigen Umfangs bietet "Im Westen nichts Neues" wenig Abwechslung, eher beschränkt sich der Sound auf typisch nach vorn abziehenden Punk. Jedoch kann man zwischen erdigem Rock-Sound und wildem Geschrammel sowie dem Tempo eine Unterscheidung machen.

Beim ersten Hören hat mich OHL absolut vom Stuhl geworfen. Erst mit der Bandgeschichte und den biografischen Zusammenhängen ergab sich ein stimmiges Gesamtbild. Musikalisch sind mir die drei Haupt-Akkorde zu unvariabel aber die Texte kreativ extrem orientiert. Melodie im Gesang kommt für meinen Geschmack auch etwas zu kurz. Der einzige Pluspunkt meinerseits kommt hier für die unerbittliche Ehrlichkeit der Band zu den Themengebieten Politik, Religion und Gesellschaft. Eine lohnenswerte Investition für Hardcore-Punk-Hörer ansonsten lieber Finger weg.

Anspieltipps: Der 1. Schuss, Sterben ist menschlich, Soldaten leben länger, Dein Kampf, Freiheitskämpfer, Schreckensherrschaft, Im Schatten der Liebe, Heut Nacht
Ähnliche Band: Boskops
Weitere vergleichbare Bands: Adverts, Chelsea, Wire
 
meinungen zu der veröffentlichung
23.11.2007 | 08:28 Uhr | Crime_is_King76: keine Wertung Ps:OHL waren auch nie mein fall....Cotzbrocken oder Vorkriegsjugend waren da schon eher was...textlich,noch heute erhaben!!

23.11.2007 | 08:26 Uhr | Crime_is_King76: keine Wertung @Phobie

Net unrecht!

In den 80'ern ließ es sich aber noch gut provozieren.. sinne..schade das HEUTE alles so abgestumpft is..

22.11.2007 | 14:38 Uhr | Phobie: keine Wertung versuch mal heutzutage eine von den alten rock-o-rama platten von vor 20 jahren abzuspielen, da kommt einfach nix mehr raus. wenn man jemanden in musikalischer form provozieren will, sei es linke, rechte, glaeubige, reiche usw, der wird bei OHL garantiert das passende lied finden.
paar nette einzelne songs, aber allgemein einfach zu stumpf.

22.11.2007 | 09:55 Uhr | dose: 3 Punkte Ich frage mich auch, was ein solcher re-release nach 10 Jahren soll, bei dem nichts neues dabei ist... naja. und musikalisch gar nicht mein fall

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