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Interpret: Daughtry
Titel: Daughtry
Label: Sony BMG
Erschienen: 09.11.2007

Bewertung:
Autor: 7 von 15 (dose)
Leser: 6 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Rock: der "neue Pop"
Tracklist: 01. It's Not Over
02. Used To
03. Home
04. Over You
05. Crashed
06. Feels Like Tonight
07. What I Want
08. Breakdown
09. Gone
10. There And Back Again
11. All These Lives
12. What About Now
Rock - einstmals ausdruck einer rebellischen Jugend - ist längst zu Pop geworden und wird es immer mehr. Musik mit schreienden Sängern erreichen hohe Platzierungen in den Charts und Totenköpfe finden sich auf rosa Handtäschchen von Kindern unter zwölf. "Böse" sein ist in und damit auch alles andere als böse. Bestes Zeichen hierfür sind Sendungen wie "Deutschland sucht den Superstar" in deren ersten Staffeln nur Pop-Sänger gesucht und gefunden wurden und in denen Rock immer mehr Gewicht bekommt. In den Staaten ist das nicht anders und so wird nun das Debütalbum von Daughtry veröffentlicht. Daughtry wurde im Jahr 2006 von Chris Daughtry gegründet, der wiederum bei American Idol (der amerikanischen Mutter von Deutschland Sucht Den Superstar) immerhin den vierten Platz belegte.

Von Daughtry gibt es nun das erste Album und Rock ist die beste Beschreibung. Irgendwo zwischen Neo-Grunge der Marke Creed und amerikanischem Rock von Nickelback klingen die satten Songs durchaus annehmbar. Eingängig, melodisch und voller Hitpotential fehlt Daughtry eigentlich nur eins: eigenständige Glaubwürdigkeit. Vielleicht liegt es an dem Werdegang der Band über American Idol, vielleicht liegt es an der Austauschbarkeit der Harmonien - trotz aller Qualität der warmen Songs wirkt Daughtry zu konstruiert und glatt. Perfekt in Szene gesetzte Bandbilder, Marketingumfragen zu den Songs vorab und überschaubare, durchschaubare Songs, die einen Tick zu schnell ins Ohr gehen machen Daightry zu einer Reißbrett-Band aus dem Bilderbuch. Rock ist eben der neue Pop und was in Produktionszimmern für Britney Spears und andere Bands (beim gleichen Label) funktionierte, funktioniert nun auch bei Rock. Etwas Harmonielehre und ein Verständnis für den aktuellen Markt reichen eben fast aus, um eine erfolgreiche Rockband zu konstruieren, wäre sie eben nicht zu konstruiert.

Rock: der "neue Pop"? Nicht ganz - denn auch wenn Daughtry wesentlich herzlicher klingen als mechanischer beat-orientierter Pop, fehlt trotz allem bei zu konstruierten Produkten das Herz, die Eigenständigkeit und die eigene Note, die hier am Ende zu geplant daher kommt und zu wenig eigenes gesicht beweist. Daughtry sind eben weder Nickelback noch Creed, auch wenn sie es gerne wären. Erfolgreich könnten sie dennoch werden.
Ähnliche Band: Creed
Weitere vergleichbare Bands: Nickelback, Alter Bridge
 
meinungen zu der veröffentlichung
30.10.2007 | 11:25 Uhr | Phobie: 6 Punkte ziemlich zutreffend.
das ganze tut nicht weh wenn es im radio nebenher dudelt, allerdings fiel mir neulich bei einer dieser marketingumfragen schon kein grund ein, warum ich mir das vorsaetzlich anhoeren sollte. denn auch da lautete der kommentar nur: "nickelback gibst doch schon".

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