cd-reviews (empfehlung)
Interpret: *Shels
Titel: The Sea Of The Dying Dhow
Label: Shelsmusic
Erschienen: 17.08.2007

Bewertung:
Autor: 13 von 15 (CUBTB)
Leser: 12 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Experimental Post-Hardcore
Tracklist: 01. The Conference Of The Birds
02. Indian Part 1
03. The White Umbrella Intro
04. The White Umbrella
05. Water
06. Sea Of The Dying Dhow
07. Atoll
08. The KIlling Tent
09. Indian Part 2
10. Return To Gulu
11. In Dead Palm Fields
Mit großen Entsetzten musste die Post-Hardcore Gemeinde damals die Trennung von Mahumodo verkraften. Wohl eine der einflussreichsten Underground Bands aus Großbritannien. Sänger und Songwriter Medhi Safa verließ die Band, begab sich nach LA und startete ein neues Projekt *Shels. Vielleicht war es sogar gut, dass sich Mahumodo aufgelöst haben, entstanden doch so zwei neue Band mit den gleichen musikalischen Wurzeln. Devil Sold His Soul und eben *Shels. Während DSHS dem ursprünglichen Mahumodo Sound ähnlicher klingen, kann man die Wurzeln auch bei *Shels nicht verleugnen. Gleichen doch viele Riffs und Intros zu einzelnen Songs sehr dem Sound von Mahumodo. Doch *Shels ist genauso wenig ein Kopie ihres Ursprungs wie DSHS. Beide Bands kreieren etwas Neues. Wobei *Shels eindeutig die experimentelleren, ruhigeren sind. 3 Jahre musste man nach der selbst veröffentlichten "WingsFromTheirSmiles" EP warten auf das neue einstündige Musikerlebnis. Aber das warten hat sich gelohnt….

Manchmal entstehen CDs die so unbeschreiblich schön, ergreifend, umwerfend und dennoch nicht überladen sind, dass man sich fragt woher kommt diese Kreativität. *Shels ist wieder so eine Band die es innerhalb des ersten Songs schafft einen komplett aus der Realität zu befreien. Lässt sie uns eintauchen in etwas bedeutungsvolleres, in eine andere Welt. Für jeden Zuhörer eine neue, andere Welt. Bei "The Sea Of The Dying Dhow" muss man wirklich von zuhören sprechen. Hier geht es vorwiegend um die Musik, wenig um den Text, denn diese sind bei jedem Song recht kurz und sehr Collagen mäßig. Dafür wirkt die Musik wie aus einem Guss. Jeder beteiligt befindet sich hier in Höchstform. Grandiose gewaltige Arrangements treffen aufs cleane und geschrieene Vocals die stimmungsvoller nicht sein können. Die klare Gesangsstimme von Medhi Safa sowie sein astreines Brüllvermögen verzieren jeden Track, wenn auch nur spärlich eingesetzt, bis in die Haarspitzen. Der Rest des Hörgenusses wird komplett von 3 weiteren Gitarristen, einem Bassisten, einem Schlagzeuger und einem Mann nur für die atmosphärischen Klänge kreiert. Man kann sich also schon beim Lesen vorstellen, dass es sich hier um sehr vielschichtige Musik handelt. Daher ist das beschreiben einzelner Songs schier unmöglich. Man kann dieses Album nur als Gesamtkunstwerk genießen und sollte sich nicht scheuen sich einfach eine Stunde lang dieser Musik hinzugeben. Sich von sanften Melodien genauso wie von treibenden, nicht enden wollenden harten Riffs verwöhnen lassen.

*Shels präsentieren sich in bester experimenteller atmosphärischer Rocklaune. Kaum verwunderlich bei den am Werk beteiligten Musikern. So entsteht mit "The Sea Of The Dying Dhow" eine neue Reise, die auch schon mal Westeratmosphäre herbeizaubert wie in "The Killing Tent". Natürlich kann man diese Band nur empfehlen wenn der geneigte Zuhörer mit den Namen der ähnlichen Bands etwas anfangen kann. Am besten sollte er sie mögen, denn sonst wird "The Sea Of The Dying Dhow" wohl als rein experimentelles Kunstwerk mit einigen harten Momentan abgetan. Doch dieses Album bietet so viel mehr an ergreifenden Momenten und sollte definitiv neben keiner Isis oder Mahumodo Cd Sammlung fehlen.

Mehdi Safa (vocals) (ex-Mahumodo)
Tom Harriman (drums) (ex-Mahumodo)
Simon Maine (guitar) (ex-Eden Maine)
Green Dave (Guitar) (ex-Fireapple Red)
Phil Maine (guitar) (ex-Eden Maine)
Red Dave (Bass) (ex-Fireapple Red)
Ed Mathews (Atmospherics) (ex-Mahumodo)
Ähnliche Band: Mahumodo
Weitere vergleichbare Bands: The Red Sparowes, Isis
 
meinungen zu der veröffentlichung
22.10.2007 | 12:30 Uhr | coney: 12 Punkte das review hab ich hier ja garnicht mehr erwartet! sehr schön! :) und tolle scheibe! "the white umbrella" ist ohne zweifel ein ÜBERsong in diesem bereich umd die genrekönige ISIS.

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