cd-reviews (empfehlung)
Interpret: At The Farewell Party
Titel: Mechanism Of Bad Taste
Label: Ampire Records
Erschienen: 05.10.2007

Bewertung:
Autor: 12 von 15 (kollo)
Leser: 9 Punkte (Durchschnitt)



» offizielle Website
  Cover

Alleskönner: Metalriffs, Punk-Gaspedal & Goldkehlchen
Tracklist: 01. Intro
02. Broken Fist
03. The Mechanisem of Bad Taste
04. If looks could kill
05. Revange
06. ST. Ettienne
07. Trapped in Glass
Es fällt schwer eine möglichst objektive Meinung über die Debüt EP der Band At The Farewell Party darzulegen, denn aufgrund des erstaunlichen Selbstmanagement-Engagements der Band möchte man eigentlich nur voll des Lobes daherkommen. Doch in dieser Rubrik geht es um Plattenkritiken, und hier müssen sich auch regionale Veröffentlichungen mit allen anderen messen lassen. Also schieben wir jetzt für einen Moment mal alle "Hype-Vorschusslorbeeren" beiseite - Film ab...

Der erste Song "Broken Fist" startet mit einem Metal-Core-Riff-Instrumentalpart, an den sich eine melodisch gesungene aber musikalisch hart und sehr punkig schnell begleitete Strophe anschliesst. Darauf folgt das Refrain-Gerüst, aber hier zunächst nur sehr soft instrumental angedeutet. Erst später im Song wird der Refrain komplett ausgespielt präsentiert, wobei es schwierig ist, hier überhaupt den Refrain zu benennen, da sich verschiedene melancholische und metallische Parts ständig abwechseln. Alles in allem hält der Song durchgehend die Spannung oben, weil die einzelnen Parts gut arrangiert sind und nach vorne gehen. Aber das stärkere Herausheben einer Haupthookline (oder des Refrains) hätte den Song vielleicht noch besser gemacht.

Danach kommt mit "Mechanism of bad taste" einer der beiden Songs, an die ich mich von meinem bisher einzigen Live-Erlebnis der Band vor sechs Monaten immer noch erinnern kann (gutes Zeichen!). Die Strophe, mit welcher der Song beginnt und welche im Song immer wieder vorkommt ist extrem prägnant. Ebenso der erst sehr spät zum ersten Mal präsentierte Refrain mit seinen langgezogenen Wo-ho-ho´s, welche von Zwischenschreien ergänzt werden. Auch der "come closer"-Zwischenteil vor dem letzten Refrain erzielt Wirkung - Guter Spannungsbogen! Das treibende Tempo und die kompromisslose Spielweise machen den Song unwiderstehlich. Der letzte Satz trifft eigentlich generell auf fast alle der fünf Songs zu.

Für alle Songs geltend kann man auch sagen, dass die gesungenen Parts qualitativ sehr gut zu bewerten sind, weil der Sänger einfach eine absolut grossartige Stimme und Attitude besitzt, und daß die instrumentalen/geschrienen Parts stets unterhaltsam sind, allerdings auf ein/zwei zugunsten eines kompakteren Songwritings auch hätte verzichtet werden können. Der dritte Song "if looks could Kill" startet mit einem 40-sekündigen Instrumental-Intro, welches als Metalcore-Sound beginnt und dann in einem Maiden-esken Riff endet. Mann, auch dieser Song geht nach vorn...

Viele verschiedene gute Riffs auch in diesem Song, aber wie oben beschrieben leidet die Wirkung des Songs als Ganzem etwas darunter. Oder es liegt bei "if looks could kill" daran, dass die Gesangs-hookline nicht stark genug ist, um dem Song genug Identität zu geben. Auch ok das Lied, aber geht mir von den ersten drei Stücken am wenigsten rein.

Mit "Revenge" wollen sie es aber wissen: Die Strophe besteht aus einem abgehackten Riff, in dessen Gitarrenpausen zunächst nur die Snare durchläuft. Im dritten und vierten Durchgang wird diese Pause durch ein Gänsehaut-Metal-Lick aufgefüllt. Kings of Metal!!! Der Song besitzt ansonsten die von der Band geliebten, oben schon geschilderten Stilelemente. Geht auch ordentlich ab, allerdings fehlt mir als einem sich von der melodischeren Seite annäherndem Hörer auch hier etwas die kickende Hookline/der Chorus. Puh, erstmal verschnaufen - Zeit hierfür bekommt man mit dem sphärischen Instrumental Zwischenspiel "St. Etienne".

Und dann kommt das für mich neben "Bad Taste" zweite Oberhighlight dieser EP: "Trapped in Glass". Warum? Ihr könnt es euch schon denken: Der Song kommt zum Grossteil ohne Screaming aus, denn er besticht durch einen unwiderstehlichen, mitreißenden melancholischen Refrain. Natürlich kommen auch starke, moschige Parts in diesem Song nicht zu kurz, und hier hat die Band die perfekte Dosierung hinbekommen.

Der Sound der Platte ist zwar sehr roh und authentisch aber etwas wenig transparent. Es hört sich ein wenig so an, als ob sich alle Instrumente gegenseitig "plattmachen" und der gelackmeierte ist der Gesang, der dadurch manchmal etwas in den Hintergrund gedrückt wird. Für eine Debut EP ist der Sound aber sehr charmant und passend, weil nichts schlimmer ist als ein glattpolierter erster Tonträger.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Band hier eine eindrucksvolle Visitenkarte abgibt, sie aber um demnächst auch auf Albumlänge glänzen zu können die neuen, kommenden Songs noch kritischer auf das Gleichgewicht zwischen starken Gesangsteilen und streng ausgewählten und aussortierten Instrumentalparts abklopfen muss.
Ähnliche Band: Funeral For A Friend
Weitere vergleichbare Bands: From First To Last, Silverstein
 
meinungen zu der veröffentlichung
12.05.2008 | 22:41 Uhr | molokh: 5 Punkte Und ich finds ehrlich gesagt dass die jungens zwar echt ganz gut sind, aber die musik mir n bisschen zu sehr an andere bands angelehnt ist, und bei den melodien einfach so der letzte kniff fehlt. Zwar alles so ganz gut, aber nix spektakuläres - ich würds nicht kaufen.

20.10.2007 | 17:13 Uhr | envy: 13 Punkte also ich finds gut
*thumbs up*

:)

18.10.2007 | 01:08 Uhr | Worscht: keine Wertung Tja Lucien, andere nennen Das "Hype" und tönen das bei jeder Metalcore Band, die sie sowieso nicht interessiert laut heraus ;)

12.10.2007 | 15:26 Uhr | Lucien: 5 Punkte Ja, eben.

Also ist's doch OK :o)

Viele die hier die Jungs gut finden werden sicher Zeug von Dahlia, JFAC oder WCWBT schlecht bewerten, also joar....

12.10.2007 | 15:00 Uhr | dose: keine Wertung gut - ich habe "das gab's alles schon mal" als einheitsbrei umformuliert... wie dem auch sei - geschmacksache eben

12.10.2007 | 14:58 Uhr | Lucien: 5 Punkte Da steht doch nix von Einheitsbrei ;oP

12.10.2007 | 11:47 Uhr | dose: keine Wertung aber "einheitsbrei" als kritik ist eben keine aussage von persönlicher meinung... ;)

12.10.2007 | 10:27 Uhr | Lucien: 5 Punkte Is halt meine persönliche Meinung. Ich kann der Musik einfach nichts abgewinnen. Ebenso wenig wie ich Tool ewas abgewinnen kann, oder Bands wie My chemical Romance und erst recht nicht Panic at the Disco (mit denen man ATFP gerne vergleicht)...

12.10.2007 | 09:26 Uhr | dose: keine Wertung aber - die emo kacke, die dir zum hals raushängt hat _nichts_ damit zu tun, ob das einheitsbrei und 0815 ist oder nicht. denn atfp ist so viel oder wenig einheitsbrei wie iktpq - jeder halt in seinem genre

12.10.2007 | 08:48 Uhr | Lucien: 5 Punkte 14? Ich wollte eigentlich 15 geben ;oP

Weil IKTPQ im Gegensatz zu ATFP richtig dick sind und mir diese Emo / Alternative Kacke ausm Hals hängt :o)

12.10.2007 | 07:50 Uhr | dose: keine Wertung @ awake - guter punkt ;)

12.10.2007 | 01:29 Uhr | awake: 10 Punkte @lucien

wenn dir innovative musik sooooo wichtig ist,

wieso gibst du i killed the prom queen dann bitte 14 punkte im review ^^

11.10.2007 | 15:25 Uhr | Lucien: 5 Punkte *gääääähn* die 1398.

Das gab's alles schonmal und ist net wirklich innovativ...

Find's echt langweilig...

11.10.2007 | 15:20 Uhr | moNkje: 14 Punkte allerdings... die jungs sind klasse, ihr engagement sehr lobenswert und die musik live sehr gut... macht richtig spaß :)

11.10.2007 | 11:48 Uhr | awake: 10 Punkte den vergleich mit funeral for a friend hätte ich eher gegen my chemical romance getauscht...aber auf jeden fall ein serh schönes debut

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