cd-reviews
Interpret: War From A Harlots Mouth
Titel: Transmetropolitan
Label: Lifeforce Records
Erschienen: 21.09.2007

Bewertung:
Autor: 12 von 15 (CUBTB)
Leser: 13 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Trash Art Grind
Tracklist: 01. how to disconnect from your social surrounding in half an hour
02. heeey...let's start a band!
03. the district attorneys are selling your blood
04. trife life
05. fighting wars with keyboards
06. mulder
07. thousand complaints, one answer.
08. if you want to blame us for something wrong, please abuse this song!
09. riding deadhorses is a fucking curse
10. transmetropolitan
11. and in the right to make mistakes, we may lose everything and start again...
Berlin die Hauptstadt unseres Landes, bald auch die Hauptstadt der Grindcoreszene hier in Deutschland? Fünf Jungs aus Berlin wollen das mit ihrem unkonventionellen und harten Grindcore erreichen. Mit ihrer Split EP mit Molotov bewießen die Jungs das sie „Hitpotential“ haben. Wurde doch diese Split schnell erfolgreich und ebnete den Weg zum ersten Full Lenght Album. Man darf also gespannt sein, immerhin kündigten die Jungs an, das härteste Album ihrer noch jungen Karriere abzuliefern.

Heftig was einem hier um die Ohren gehauen wird. Man wird richtig böse begrüßt mit tiefen Gegrowle der dann mit kreischendem Gesang gepaart wird. Nur um dann mal kurz den soften Sprechgesang auszupacken. Um die Bandbreite dieser jungen frischen Band noch deutlicher zu machen, kommt dann erstmal eine schöne Jazzeinlage.

So beginnt das neue Album von WFAHM und so geht es munter weiter. Immer schwankend zwischen extremen Grind bis hin zu Jazz und sogar ein Hip Hop Interlude findet seinen Platz auf „Transmetropolitan“. Die Jungs greifen tief in die Zauberkiste und bescheren uns einen deftigen, heftigen Rosenstrauß mit ordentlich vielen Stacheln an denen man sich stechen kann. Denn eines sind War From A Harlots Mouth auf keinen Fall, Massentauglich! Wer hier durchgehendes Geknüppel mit undefinierbaren Gerunze sucht, ist genauso falsch wie jemand der sich nach Harmonie und Frieden sehnt. Die Band ist schwer zu greifen, zu eigenwillig gehen sie ihren musikalischen Weg, ohne Rücksicht auf den Zuhörer. Ihnen ist es egal ob sie mit der Musik ankommen oder die Leute verschrecken. Genau aus diesem Grund ist „Transmetropolitan“ aus so abwechslungsreich, so verspielt und erfrischend.

Auf 11 Tracks werden Blastfeste gefeiert, die Gitarrenseiten verdroschen und sogar geschossen. Dazu ein Geschrei und Gegrunze, ja bis hin zum kleinen Schweinchengegrunze, das sich die Balken biegen. Man kennt die Mischung ja noch von der EP, und konsequent wie eh und je wird hier alles verwurschtelt was den Jungs unter die Finger kommt. Hört man eben noch eine Hardcorepunk Mitgröhlpassage schlägt die Stimmung sofort in den derbsten Grind um. Nur um dann im nächstes Lied mit einer Sludgeeinlage zu beginnen, wie es Curl Up And Die auf „The One Above All The End Of All That Is“ hingelegt haben. Vielseitigkeit ist hier das Stichwort und so bleibt „Mulder“ mit 7 Minuten Länge keine Sekunde lang langweilig, sondern beschert uns Melodien und Riffs, die sofort ins Ohr gehen. Auch nach diesem Song lassen sich die Jungs nicht Lumpen. Eine besonders geile und sehr gut umgesetzte Idee ist das Einbauen einen Maschinengewehrs bei „If You Want To Blame Us For Something Wrong, Please Abuse This Song!“, hier erfährt der Blastbeat wieder eine ganz andere Bedeutung. Kurz vor Ende kommt dann noch „Transmetropolitan“, der zeigt, dass die Jungs eigentlich auch Hardcore Mukke machen könnten. Abgeschlossen wird das Album dann durch das „10“ Minuten Outro was somit ¼ der Albumlänge ausmacht. Aber so was gehört eben dazu wenn man sich auf ein solches Album einlässt.

Mich können War From A Harlots Mouth mit diesem Album überzeugen auch wenn ich nicht bei jedem Song sofort vom Hocker gerissen bin. Es braucht seine Zeit und wird auch nicht jedem gefallen, zu kompromisslos sind die Jungs unterwegs. Besonders wenn es an die Pigsqueals geht, da scheiden sich schon manche Geister. Auch die Komplexität kann erdrückend wirken. Klar schaffen sie durch geschicktes einbinden netter Melodien das ganze aufzulockern, besonders die Jazzeinlagen helfen hier, doch man muss es halt eben mögen. Fans vom normalen Metalcore wird dieses Album einfach viel zu schwierig sein. Fans von vertrackter Musik werden sich an der musikalischen Reichhaltigkeit dieses Albums erfreuen können.
Ähnliche Band: The Hostage Heart, Arsonists Get All The Girls
Weitere vergleichbare Bands: The Great Redneck Hope, Ion Dissonance
 
meinungen zu der veröffentlichung
31.08.2008 | 11:16 Uhr | Bigdude: 9 Punkte gute parts... aber wo sind die songs???? mal gespannt auf die neuen Recordings mit Nico am Gesang!

31.08.2007 | 12:50 Uhr | burni: keine Wertung Nach "Startschwierigkeiten" mit der Band/Platte kann ich sagen: Je öfters man die Platte hört desto fetter wird sie! Kann bisher noch keine Wertung abgeben aber die kommt noch.

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