cd-reviews
Interpret: Faith No More
Titel: The Real Thing
Label: Warner Bros.
Erschienen: 18.07.1989

Bewertung:
Autor: 15 von 15 (biffy)
Leser: 13 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Musik die ihrer Zeit voraus ist
Tracklist: 01. from out of nowhere
02. epic
03. falling to pieces
04. surprise! you're dead!
05. zombie eaters
06. real thing
07. underwater love
08. morning after
09. woodpecker from mars
10. war pigs
11. edge of the world
eine band aus kalifornien veröffentlicht 1989 ein album, das meiner meinung nach ein wegweiser für viele nachfolgende bands ist. denn sowas hatte es vorher nich gegeben.
nachdem faith no more mit ihrem album "introduce yourself" ihr erstes major-label-debut veröffentlichten, ereignete sich ein sängerwechsel, der dazu führte, dass chuck mosely (nach der behandlung seines drogenproblems) sich einer anderen band anschloss und mike patton (der damals bei mr bungle trällerte) das faith no more-mikro ergriff. wenn man "introduce yourself" und "the real thing" vergleicht, kann man nur froh sein über diese entscheidung und ich will garnich wissen welche auswirkungen es auf die musikgeschichte gegeben hätte, wenn dieser wechsel sich nich ereignet hätte...

es ist eigentlich unmöglich dieses album zu beschreiben, ohne auf die einzelnen songs einzugehn. jedes glied dieser songkette weist solch zahlreiche und unterschiedliche stilelemente auf, dass man einfach nur staunen kann. und dennoch sieht die zukunft dieser band noch viel facettenreicher aus als man es sich 1989 hätte vorstellen können. was dieses werk besonders ausmacht ist nich nur die grenzenlose verbindung von fremdartigen elementen abseits des gewöhnlichen heavy metal sounds, sondern auch die sehr eigene und melodiöse stimme von mike patton.
obwohl jeder einzelne song in seiner eigenen welt existiert, ist man sich bei jedem einzelnen sicher, dass es sich hierbei nur um faith no more handeln kann.

angefangen bei dem sehr melodiösen und treibenden "from out of nowhere",dass zwar eindeutig metallastig klingt, jedoch durch den sound des keyboards und der weinerlichen stimme von mike patton aufgelockert wird, stösst man bereits nach dem ersten song auf den vielleicht größten erfolgshit von faith no more.

"epic" verbindet metal mit rap-vocals auf eine vorbildliche art, die im weiteren bestehn des crossover nur selten solch eine begeisterung bei mir aufgerufen hat. "falling to pieces" schafft es trash metal mit einem schuss funk zu vereinen, während "surprise! you're dead!" unerwartet auf einen einbricht und nur schwer glauben lässt, dass der noch bei "from out of nowhere" so weinerlich klingende patton, auch hier die fast schon death-metal-artigen vocals von sich gibt.
"zombie eaters" erscheint eienem wiederrum zunächst sehr balladesk; angefangen mit akkustik-gitarren, entflieht die anfangsstimmung nach etwa zwei minuten und versteckt sich hinter den grandiosen und sehr abwechslungsreichen metal-riffs.

der titeltrack des albums ist ein einziges hinundher zwischen emotional und agressiv und und scheint bei einer länge von über acht minuten alle stile des albums zu vereinen.
"underwater love" kommt etwas pop-funkiger daher und macht nur wenig gebrauch vom gitarrensound.

"the morning after" ist wieder gewohnt abwechslungsreich und fängt zunächst mit einem tollen drumbeat an worauf bass und keyboard folgen und etwas später der gesang bis irgendwann die schwere gitarre dazustösst.

der nächste track ist erneut eine wahre überraschung! ein rein instrumentaler song, der durch das lead-keyboard gekennzeichnet ist und sehr nach orientalischen/arabischen melodien klingt und tolle schlagzeugparts enthält.
daraufhin folgt das black sabbath cover "war pigs"; einer der besten coversongs aller zeiten und gekonnt in den faith no more sound eingehüllt!

der letzte track ist ein toller und entspannender abschluss mit einem überwiegenden jazz-sound und einer nachtclubatmosphäre, zu der niemand anderes besser klingt als mike patton.

letztendlich ist dies ein album, das man einfach (wie jedes faith no more album) besitzen sollte, weil es einfach unberechenbar daher kommt und an keiner stelle langweilig wirkt. nicht nur für damalige verhältnisse ist dies ein meisterwerk! eine band, die ich niemals mit einer anderen vergleichen würde und die für mich eine der wichtigsten bands überhaupt ist (auch wenn es sie verdammt nochmal nich mehr gibt)...
Ähnliche Band: Mr. Bungle
Weitere vergleichbare Bands: Tomahawk
 
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