cd-reviews (empfehlung)
Interpret: 108
Titel: A New Beat From A Dead Heart
Label: Deathwish Inc.
Erschienen: 27.07.2007

Bewertung:
Autor: 13 von 15 (coney)
Leser: 13 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

They never come back...
Tracklist: 01. Declarations On A Grave
02. Guilt
03. Angel Strike Man
04. Three Hundred Liars
05. Resurrect To Destroy
06. Martyr Complex
07. The Sad Truth
08. My Redemption Song
09. Bibles + Guns = The American Dream?
10. (Il)Logical End
11. We Walk Through Walls
12. Our Kind
13. Repeat
...sagt man beim Sport. Weil Comebacks aufgrund neuer und besserer Athleten nicht funktionieren können. Umso imposanter ist dann ein Triumph des alten Underdogs, der die ganzen jungen Wilden alt aussehen lässt und sich selbst damit ein Denkmal setzt.

108 drehen die Zeit um eine Dekade zurück. George Bush Junior ist nicht die mächtigste Witzfigur der Welt, im Winter fält noch Schnee und Hardcore hatte Gefühl. Der Split von 108 ist nie passiert und nur 1 Jahr seit ihrem letzten Release erscheint der neue Lonplayer. Nach 34 Minuten passen designierte Nachfolger wieder problemlos in ihre Kinderschuhe. Nach den ersten Takten des Openers wird deutlich, dass die Band ihren zurecht als legendär geltenden New School Sound wieder aufgegriffen hat. Dabei gelingt ihnen das Kunststück, zeitgemäß zu klingen und dabei gleichzeitig ihrer Vergangenheit Tribut zu zollen. Einflüsse aus den Genres Hardcore, Punk, New School, Old School und Metal werden zu einer aggressiven und brachialen, aber durch Breaks und sporadische ruhige Passagen auch zu einer konstant abwechslungsreichen Mischung zusammengemixt. Mit den 13 neuen und ambitionierten Songs erweisen sich 108 als die Meister des kontrollierten Chaos. Hinduismus sowie Spiritualität m Allgemeinen, die ihnen in den 90ern die Bezeichnung Krishnacore einbrachte, spielen bei ihrer Musik weiterhin eine Rolle. Der kurzfristige Wechsel von Equal Vision zu Deathwish erweist sich als sinnvolle Entscheidung, genau we die Wahl des Produzenten. Kurt Ballou (Converge) hinterlässt nicht nur seine eigene Handschrift auf jedem einzelnen Track, sondern verpasst dem gesamten Album einen perfekten 108-Sound.

Lyrics, die ihre Musik zu wirklichem emotionalen Hardcore gemacht hat und den sogenannten Emo und dessen androgyne Brut unglaubwürdig zurücklässt, sind auch auf dem aktuellen Release eine Inspiration:

"I dream of a world where I can love you
where I can feel you
where I can know you
without having to own you
without having to hate you
without having to fuck you
fuck you in more ways than one

I dream of a world where a smile isn't a rare gift
and where sadness isn't a curse
and where the two together make life worth living
where we aren't forced to validate every feeling we encounter
and where such feelings bring a new beat from a dead heart"

(108 - The Sad Truth)

Bis zu diesem Tag bleibt die Message des Flyers zur Gründung von 108 und deren Sinn als Band bestehen: "Direct expression. Bypass mind. Bypass intellect. Self to sound. Against the dead trend. The robot me. The modern social entity stripped of color and vibrancy. Not philosophy. Not religion. True self expressed in sound."

Wer permanent auf der Suche ist nach dem hippsten Hype, den angesagtesten Styles und den neuesten Trends, wird mit dieser Band keine Freu(n)de haben. Wer aber auch im Jahr 2007 nach ehrlichem Hardcore mit Sinn und Bedeutung sucht, der wird froh sein, dieses Review entdeckt zu haben.
Ähnliche Band: The Hope Conspiracy
Weitere vergleichbare Bands: Shelter, Snapcase
 
meinungen zu der veröffentlichung
31.08.2008 | 11:17 Uhr | Bigdude: 13 Punkte scheiss auf den religions bimbam... die paltte ist ziemlich gut... und der sound tritt arsch...

18.12.2007 | 21:55 Uhr | Impulse: 12 Punkte ähm, vinyl 12€, cd kriegste bei amazon marketplace inkl. porto sicher auch für um die 10€...

da wär's kein ding, die jetzt noch zu kaufen ;-)

sie ist das geld zumindest auf jeden fall wert! da würd ich auch locker 20€ für ausgeben

17.12.2007 | 11:05 Uhr | Trueside_Eric: keine Wertung hab dieses jahr live gesehn und fand sie ganz gut. aba die plattenpreise waren mir zu hoch(zu dem zeitpunkt)

16.12.2007 | 21:58 Uhr | Impulse: 12 Punkte Noch kein Kommentar hier?

Also das Review war ein Faktor, warum ich mir das Album gekauft habe (auf wunderschön bordeaux-rotem Vinyl und aufwendigem Gatefold-Cover). Und es hält wirklich alles was das Review verspricht. Mit eines der besten Veröffentlichungen in diesem Jahr!

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