cd-reviews
Interpret: Queens Of The Stone Age
Titel: Era Vulgaris
Label: Interscope
Erschienen: 08.06.2007

Bewertung:
Autor: 10 von 15 (dose)
Leser: 9 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Keine leichte Kost
Tracklist: 01. Turnin' On The Screw
02. Sick, Sick, Sick
03. I'm Designer
04. Into The Hollow
05. Misfit Love
06. Battery Acid
07. Make It Wit Chu
08. 3's & 7's
09. Suture Up Your Future
10. River In The Road
11. Run, Pig, Run
Hier ist es nun, das neue Album "Era Vulgaris" von den Queens Of The Stone Age, der Band um ehemalige Kyuss Musiker, der Band, die vor dem Album erst mal den Verlust des für den Sound wichtigen Bassisten Nick Oliveri verkraften musste. Es war abzusehen, das neue Album wird nicht wie das alte und gleich zu beginn sei gesagt: wer das hofft, der wird schnell enttäuscht sein. Die Queens Of The Stone Age um Mastermind Josh Homme waren aber auch immer eine Band, die ihre eigenen musikalischen Grenzen relativ weit gesteckt haben ohne von ihrem grundsätzlichen Stil jemals abzurücken.

"Era Vulgaris" ist also ein 100%iges Queens Of The Stone Age Album, aber doch irgendwie anders als die letzten Studioalben "Songs For The Deaf" oder "Lullabies To Paralyze" mit den Radiohits "No One Knows" und "Little Sister". Was die Band ein Stück verloren hat - ob durch Verlust des Bandmitglieds oder durch eine bewusste Entscheidung oder einfach die Lust, etwas anderes, weniger gefälliges zu machen, sei mal dahin gestellt - ist das Gespür für die rockenden, aber doch eingängigen Songs mit Hitpotential. Auf "Era Vulgaris" haben es die Hörer deutlich schwerer, was schon durch die kratzige erste Single "Sick, Sick, Sick" deutlich wird. Weniger glatt, düsterer, dreckiger und kratziger kommen die neuen Songs daher. Dabei bleiben alle Songs unverkennbar Queens Of The Stone Age Songs, aber die sind irgendwie schlechter gelaunt als in der Vergangenheit. Dabei gelingt es der Band nicht, härter zu werden - es wird aber kantiger und fordert den Hörer mehr, als zuvor. Man muss also wohl ein Fan der Band und der Experimentierfreude von Josh Homme sein, um dieses Album wirklich lieben zu lernen. Es gibt große Momente und gerade auch an die erste Single gewöhnt man sich schnell. Sie hat Drive und strotzt vor Energie. Es dauert aber ungewohnt lang, bis da wirklich etwas eingängiges dauerhaft hängen bleibt.

Was sich natürlich weiterhin schon durch alle Album durchzieht, das sind die farbigen druckvollen Riffs und die auf den Punkt gespielten Breaks. Das Zusammenspiel stimmt weiterhin und es gibt viele überraschende Momente. Es gobt aber auch mehr in die länge gezogene Teile, die dem Hörer viel abverlangen. Es ist sicherlich nicht fair, gerade wenn immer Wert auf Veränderung gelegt wird und man sich von Bands wünscht, dass sie nicht Musik machen, um der Masse zu gefallen. Diesen Weg sind die Queens Of The Stone Age auf "Era Vulgaris" gegangen und wenn man das so hört, dann wünscht man sich einen Teil der Hitlastigkeit wieder zurück. Natürlich gibt es auch Songs für den Sommer wie "Make it wit chu" oder "Into the hollow", aber die halten sich im vergleich zu dem ansonsten eher unverdauten Brocken stark zurück. Technisch und musikalisch ein gutes Album, das an manchen stellen zu sehr, an anderen viel zu wenig hängen bleibt und ungewohnt viel Aufmerksamkeit fordert - wie auch immer man das nun wertet, das muss jeder nach dem Hören selbst entscheiden.
Ähnliche Band: 7 Zuma 7
Weitere vergleichbare Bands: Velvet Revolver, Monster Magnet
 
meinungen zu der veröffentlichung
16.06.2007 | 10:48 Uhr | jetsetradio: 12 Punkte Kann ich alles nich nachvollziehen, finde die Platte klasse. Klar, keine neues Songs for the Deaf, aber einfach viel relevanter als das öde Lullabies. Die Argumente sind auch etwas fadenscheinig, es kommt ja fast schon so rüber, als ob die Queens vorher ne gut gelaunte Sommerband gewesen wären. Klar isses phasenweise etwas düsterer, liegt aber sicherlich auch an der Produktion. "Discohits" zu denen man Tanzen kann gibts mit Sick Sick Sick und 3's & 7's auch. Make it wit chu ist zudem eins der poppigsten Queens-Stücke überhaupt. Sicher isses allgemein sperriger und schwerer zugänglich, aber warum hier geschulte Hörer rumjammern von wegen "ich hätts mir poppiger gewünscht", kann ich nicht verstehen. Freut euch doch über die Experimentierfreudigkeit und die Entwicklung. Ich finde, dass Homme durchaus recht hat, wenn er sagt, dass derzeit nix so klingt wie ihre neue Scheibe. Alleine vom Gitarrensound her. Die Experimentierfreudigkeit führt natürlich zu allen möglichen Hochs und Tiefs und es gibt natürlich auch Füller auf der Scheibe, aber dafür ist das andere doch verdammt vielseitig. Alleine der geniale Beginn zu Battery Acid, der wieder im krassen Kontrast steht zum Schunkel-Feeling von Make it wit chu. Oder das völlig hypnotische River in the Road. Oder diese Mischung aus Melodiösität und Sperrigkeit in I'm Designer.

Also ich finds vom Konzept und Sound her großartig, auch wenn kein durchgängiges Hitalbum bei rausgesprungen ist. 12 Punkte.

14.06.2007 | 20:02 Uhr | Cross: keine Wertung jo erstma das bekannte. um ehemalige kyuss mitglieder aka josh... soweit ich weiß war er bei lullabies schon nich da. wie gesagt. kantig auf jedenfalls... aber hey, zum glück is nich alles panic at the disco. ich find die leute sollten sich nich so an hitalben festklammern, die sind was sie sind, hitalben - einmalig, selten, was auch immer, zum glück ham die queens es nich mehr nötig auf sowas hinzuarbeiten. es is auch noch nich meine qotsa lieblingsplatte, aber bei lullabies war ich auch nich sofort feuer und flamme.
kurz - go queens!

13.06.2007 | 15:31 Uhr | dose: 10 Punkte du hast schon recht - tippfehler korrigiert
und - meines wissens war er aber noch teilweise beim songwriting beteiligt von lullabies, oder nicht? und era vulgaris ist das erste mal komplett quasi auf hommes mist gewachsen...

13.06.2007 | 15:09 Uhr | marshall: keine Wertung hey
kurze info...
ehemaliger bassist hiess: nick Oliveri
und der war bereits nicht mehr in der band zur zeit von Lullabies to Paralyze. was heisst auf era Vulgaris hatten sie seinen weggang/rausschmiss nicht mehr zu verkraften.

13.06.2007 | 14:10 Uhr | dose: 10 Punkte mir fehlen die eingängigen melodien auch... trotzdem eine tolle band und ein gutes album. deswegen gerade noch 10 Punkte

13.06.2007 | 12:50 Uhr | Mexicola: 9 Punkte Sehr gut auf den Punkt gebracht! Keine Ohrwürmer, kein Hitpotenzial und total unangepasst treffen es am besten. Man kann sich jetzt drüber streiten, ob das gut oder schlecht ist. Ich für meinen Teil vermisse den melodiösen Teil der Lieder, der immer dafür gesorgt hat, dass man auf der Tanzfläche mittanzen konnte. Auf jedenfall ist es keine platte, die einem lange im gedächtnis bleiben wird - dafür ist sie zu gewöhnungsbedürftig.

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