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Interpret: Garda
Titel: Go On! Dance! And Explode!
Label: Do It Yourself
Erschienen: 16.02.2007

Bewertung:
Autor: 10 von 15 (dose)
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  Cover

Zwischen Melancholie und Hoffnung
Tracklist: 01. Chest
02. MIstakes & Failures
03. Yeah! Dance And Keep It Up
04. States
Wie so oft entstand Garda aus einer Idee, aus einem Projekt. Kai Lehmann, eigentlich Sänger bei der Post-Indiecore Band Claim war nicht ausgelastet oder mit seiner Band zu eingeschränkt und geht einen ähnlichen Weg, wie ihn vor langem Jonah Matranga von Far eingeschlagen hat. Zu Hause hat er an akustischen Songs gearbeitet, zunächst einfach alleine und ohne die Idee, das jemals zu veröffentlichen. Als ihn dann ein Freund bat, bei seiner neuen Singer/Songwriter Konzertreihe am ersten Abend aufzutreten, sagte er spontan zu, stellte fest, dass er nur noch vier Wochen Zeit hatte zur Vorbereitung, verwarf kurzerhand alle Songs, die ihm nicht genug gefielen, holte sich Beistand von seinem Freund und Schlagzeuger seiner Band Ronny Wunderwald. In kurzer zeit entstanden so neue Songs, der Auftritt war ein Erfolg und so war klar, das Projekt Garda würde als Kollektiv bestehend aus Freunden, die Musik aus dem Herzen machen, weiter existieren.

Ein Jahr späte ist die erste EP fertig auf der sich Kai Lehmann mit seinen Musikern auf akustischer Gitarre, leisen Schlagzeug und Gesang aufbaut und die Songs um Akkordeon und Piano erweitert. Dabei entstanden vier gefühlvolle Songs zwischen Melancholie und Hoffnung. Elemente aus Pop, Rock, Indie und Folk fügen sich zu einer schönen Ep zusammen, die einen gewissen kantigen Charme hat und trotzdem oder gerade deswegen zu ergreifen vermag. Nachdenklich gibt es viel zu entdecken in den kleinen Songs, die viel unscheinbarer auf den ersten Blick wirken, als sie sind. Ganz entgegen des Titels der Ep "Go On! Dance! and Explode" wird hier Musik geboten, die sich eher zu einem ruhigen Abend mit Freunden bei einer Flasche Wein eignet, als zum Tanzen oder gar Explodieren.

Ganz und gar Melancholisch startet die Ep mit "Chest", einem schüchternen Song, in dem Sänger Kai sein Leid klagt und dabei für Gänsehaut sorgt. Im zweiten Song "Mistakes & Failures" wird es dann etwas positiver, Hoffnung kommt auf in einem Song, der sich auf eine akustische Gitarre und den Gesang beschränkt. Noch etwas zügiger, wenn auch nicht wirklich flott, geht es im dritten Song "Yeah! Dance And Keep It Up" zu, der nicht schlecht, aber doch der blasseste auf der Ep ist. Der wohl schrägste, aber gerade damit auch wirklich gute letzte Song "States" rundet die nachdenkliche EP ab. Garda machen auf "Go On! Dance! and Explode" sicherlich keine Musik für jeden, aber den Anspruch haben die Musiker aus Dresden und Karlsruhe sicherlich auch nicht. Es ist eben irgendwie was besonderes auf eine eigene Art und Weise. Man darf sich auf das kommende Album im Herbst freuen und muss sich auch hier fragen - wäre die EP nötig gewesen, oder hätte man nicht einfach bis zum Herbst mit dem kompletten Album warten können?
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