cd-reviews (empfehlung)
Interpret: Porcupine Tree
Titel: Fear Of A Blank Planet
Label: Roadrunner Records
Erschienen: 13.04.2007

Bewertung:
Autor: 14 von 15 (dose)
Leser: 14 Punkte (Durchschnitt)


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  Cover

Klangwelten und Atmosphären
Tracklist: 01. Fear Of A Blank Planet
02. My Ashes
03. Anesthetize
04. Sentimental
05. Way Out Of Here
06. Sleep Together
Wenn die Rede von Prog-Artrock ist, dann kommt man um eine Band wie Porcupine Tree nicht rum. Nicht wenige Fans von Tool und ähnlichen Bands können auch Steven Wilson und seinen Mitmusikern einiges abgewinnen, obwohl Procupine Tree bisher eher melancholisch als richtig düster und eher verspielt und melodisch als wütend zu Werke gehen. "Fear Of A Blank Planet" heißt das neue Album der Musiker, das gleichzeitig ihr Debütalbum bei Roadrunner Records ist und mit einer Spielzeit von knapp 50 Minuten bei nur sechs Songs deutlich macht, wohin die Reise geht. Fernab von Hitsingel-Kompositionen ranken sich alle Songs dieses Konzeptalbums um "Anesthetize", der mit knapp 18 Minuten wohl längste Song der Bandgeschichte.

"Fear Of A Blank Planet" wird die Herzen der meisten Fans dieser Band höher schlagen lassen, insgesamt finden sich wenige musikalische Überraschungen, was im Falle Porcupine Tree eher ein Lob als eine Beschwerde ist. Denn obwohl die Band ihrem Stil treu bleibt, bleibt für Langeweile und "kenn ich schon" kein Platz. Jedes Album aufs neue erfindet die Band nicht ihren Sound neu, lässt aber neue SOngs mit neuen Klangwelten und Atmosphären entstehen. In diesem Falle - deswegen vielleicht auch Roadrunner Records - gibt Steven Wilson Raum für kräftigere, ja fast härtere Elemente, die natürlich eingewoben wird und so noch stärker denn je Abwechlsung in die Songs bringen. Von fast minimalistischen Teilen mit Klavier und Gitarre bis hin zu ausladenden, drückenden und fast bombastischen Momenten findet sich hier alles, was das Porcupine Tree Herz begehrt.

Inhaltlich drehen sich die texte um die Angst vor einem leeren Planeten und das auf den ersten Blick minimalistisch erscheinende Cover ist eine perfekt auf die Musik zugeschnittene Visualisierung der Themen. In den Texten geht es um perspektivlose Jugendliche und um ihren Verlust von Lebensmut und der erfolglosen Suche nach einem Sinn. Da sich ein 40jähriger Wilson nicht als Moralapostel aufspielen will, beschreiben die Texte eher seine Erfahrungen und halten sich nicht damit auf zu überlegen, woran es liegt und was man wie besser machen könnte. Am Anfang ist die Erkenntnis und die wird hier in warmen Moll-Melodien voller Schwermut und Einsamkeit verpackt. Procupine Tree haben es wieder geschafft: Vollkommen ohne Hitsingle und ohne wirkliche Radiotauglichkeit mit Songs die nie unter 5 und in der Regel über sieben Minuten Spielzeit gehen, ist ihnen ein Album gelungen, das dank Melodien, Spannungsbögen und Atmosphäre am Ende nicht nur im Progrock-Genre durchaus eine gewisse hitlastigkeit für sich in Anspruch nimmt und erfüllt.
Ähnliche Band: Pink Floyd
Weitere vergleichbare Bands: Dredg, Tool, 3
 
meinungen zu der veröffentlichung
19.05.2007 | 19:12 Uhr | Kirsten: 14 Punkte sagenhaft!

25.04.2007 | 18:22 Uhr | contracorriente: 14 Punkte ein hördurchgang hat mir schon gelangt, um sagen zu können: Ich liebe diese Scheibe^^
14 Punkte von mir

22.04.2007 | 02:09 Uhr | amitY: 14 Punkte So nach einigen Durchläufen kann ich nur sagen, die Scheibe ist toll. Hoffe das Porcupine Tree mit dieser Cd den wohlverdienten Durchbruch schaffen!

17.04.2007 | 19:38 Uhr | amitY: 14 Punkte Die Anspielung ist laut Steven Wilson gewollt.
Habs gerade bestellt, wenn man allen Reviews glauben darf, ist es wohl der Wahnsinn..

16.04.2007 | 16:45 Uhr | hardtothecore: keine Wertung FEAR OF A BLACK PLANET :-)

13.04.2007 | 19:41 Uhr | Impulse: keine Wertung Ist die Anspielung auf Public Enemy gewollt?

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