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Interpret: Ripmen
Titel: Graveyard In Our Memories
Label: Wolverine Records
Erschienen: 13.04.07

Bewertung:
Autor: 11 von 15 (Born Toulouse)
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  Cover

Recycling ist auch für die Ohren gut!
Tracklist: 01. Brainstorm
02. Broken Home
03. Graveyard In Your Memory
04. Killers Crew
05. Let Loose
06. Werewolf Boogie
07. Killers Crew (Hammer Mix)
08. Death School
09. Tainted Love
10. Blutrot
11. Only Happy When It Rains
Die Ripmen stammen aus Berlin und scheinen zumindest keine allzu unbedeutende Psychobillykombo zu sein, ansonsten hätte man kaum Musiker von anerkannten Szenegrößen wie Mad Sin, Nekromantix und Batmobile als Gastmusiker für "Graveyard In Our Memories" gewinnen können.
Die Anspielung auf Erinnerungen im Titel der Platte kommen dabei nicht von ungefähr: die Mehrzahl der Songs sind Neuinterpretationen von bekannten Psychobillysongs, die sich nunmal bekanntlich des öfteren mit morbiden Todesphantasien, schwarzem Humor und allerlei untotem Getier befassen. Die Spielwiese ist also, passenderweise, wieder einmal die letzte Ruhestätte der sterblichen Überreste der Menschheit. Wer befürchtet, dass die Ripmen mit ihren Coverversionen (u.a. Nekromantix - Graveyard in Your Memory, Batmobile - Killers Crew, etc.) Leichenschändung betreiben, kann sich entspannt zurücklehnen: auch wenn man keinen zum Bass umfunktionierten Kindersarg wie Kim Nekroman benutzt, das Zeug hier bringt keine Zombiearterien dazu, vor Scham und Ärger zu bersten.

Die Ripmen legen locker mal das handelsübliche Tempo der britischen Psychobillyszene vor und bringen damit ein ordentliches Nostalgiefeeling rüber. Man merkt ebenso, dass die Berliner einen gewissen Respekt vor dem gecoverten Liedgut haben, was sich in der Umsetzung mehr als förderlich auswirkt. Oft fühlt man sich an gesanglich an Sparky von Demented Are Go erinnert, während der Bass halsbrecherisch vor sich hin klackert und die Gitarre mit reichlich Hall vor sich hinwabert. Gut macht sich auch das Batmobile-cover "Killers Crew" im Hammer Mix, dank der tatkräftigen Unterstützung eines Gastmusikers von eben dieser Band, gibt der zweistimmige Gesang dem Song doch eine gewisse Note.

Die Ripmen scheinen sich jedoch nicht damit zufrieden zu geben, in der Psychobillygruft zu wildern, denn mit "Tainted Love" (im Original von Gloria Jones, wobei die bekannteste Version sicherlich von Soft Cell stammt) und "Only Happy When It Rains" von Garbage überschreiten sie die Genregrenzen. Während letzteres hörbar ist, kann ich mich mit der Tainted Love-Fassung, ebenso wenig wie mit "Blutrot", nicht so recht antworten. Diese beiden recht uninspirierten Stücke wirken im Kontext der Scheibe eher wie ein (beabsichtigter ?) schlechter Witz, über den keiner so recht lachen kann.

Den soliden Eindruck, den die Ripmen bei mir hinterlassen haben, können diese beiden Ausreißer dann aber auch nicht zerstören, ebenso wenig wie das hässliche Cover. In Kombination mit dem günstigen Preis von 9 Euro lässt sich die Veröffentlichung für alle Freunde des eher traditionellen Psychobillys im Stile Großbritanniens durchaus empfehlen. Keine Überscheibe, aber nett!
Ähnliche Band: Demented Are Go
Weitere vergleichbare Bands: Klingonz, Frantic Flintstones
 
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